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Bettina S. Wiese

Berufliche und familiäre Zielstrukturen

Ein Anwendungsbeispiel zum Meta-Modell der Selektiven Optimierung mit Kompensation


Beruf und Partnerschaft stellen zentrale Bereiche der Lebensgestaltung und -planung dar. Gerade im jungen Erwachsenenalter kulminieren die Anforderungen in diesen Lebensbereichen, und es werden wichtige Weichen für die weitere Biographie gestellt. Wie gehen junge Erwachsene mit diesen Herausforderungen um? Wie strukturieren sie ihre beruflichen und familiären Ziele? Hilft es, Prioritäten zu setzen, oder ist es vorteilhaft, sich gleichermaßen in beiden Bereichen zu engagieren?

Bezugnehmend auf das allgemeine Entwicklungsmodell der Selektiven Optimierung mit Kompensation, wird in dieser Arbeit gezeigt, wie individuelle Zielmuster gemeinsam mit spezifischen Strategien der Zielverfolgung Einfluß auf die subjektive Befindlichkeit haben. Eine Studie im Computerlabor demonstriert außerdem, daß Prioritätensetzungen sich in einer Sensitivität gegenüber zielrelevanten Informationen wiederspiegeln. Handlungstheoretische Modelle legen nahe, daß diese Sensitivität zielrelevantes Handeln erleichtert.

Autoreninfo

Bettina S. Wiese, geb. 1968, studierte Psychologie an der Universität Marburg. Für ihre Diplomarbeit hat ihr 1995 die Gesellschaft zur Förderung der angewandten Psychologie den Georg-Sieber-Preis verliehen. 1994 erhielt sie ein Stipendium am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (Berlin) und promovierte 1999 an der FU Berlin. Seither ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Darmstadt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich beruflicher Handlungsregulation sowie der Akzeptanz technischer Neuerungen.


2000, Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie, Bd. 19, 276 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-867-3

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