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Heike Niedrig

Sprache – Macht – Kultur

Multilinguale Erziehung im Post-Apartheid-Südafrika


Südafrika ist ein Land der sprachlichen und kulturellen Vielfalt. Wie kann die Post-Apartheid-Schule dieser Diversität gerecht werden? Wie lässt sich vermeiden, dass Sprache und Kultur erneut Ausgrenzung und Diskriminierung rechtfertigen? Die Autorin geht diesen Fragen anhand von Interviews mit Vertretern von NGOs, Interessenverbänden und Forschungseinrichtungen nach. Die südafrikanische Diskussion dreht sich um die Rolle der dominanten Sprache Englisch einerseits, um die Bedeutung der afrikanischen Sprachen für Bildungsprozesse andererseits, aber auch um die Perspektiven des Afrikaans und der Sprachen von Minderheiten im Schulsystem. Es wird deutlich, dass die Diskussion über die Rolle von Sprache und Kultur im Bildungswesen im Kern eine Aushandlung von Machtbeziehungen ist. Die südafrikanische Perspektive schärft den Blick für diese Dimension auch in der Schule des Einwanderungslandes Deutschland.

Autoreninfo

Heike Niedrig, geb. 1963, Dr. phil., B.A. African Languages (Südafrika), Lehramtsstudium und Referendariat in Hamburg, zwischen 1983 und 1989 mehrere Arbeitsaufenthalte in Botswana, von 1995 bis 1997 Forschung in Südafrika. Zur Zeit wissenschaftliche Assistentin am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Mehrsprachigkeit, Migration und Bildung.


2000, Interkulturelle Bildungsforschung, Bd. 5, 422 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-841-3

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