Pädagogische Wirklichkeitskonstruktionen sind mit dem Potential eines double-bind-effects ausgestattet: Sie verstetigen eine Wirklichkeitssicht, die Kinder zunächst einmal auf Defizite 'festlegt', die zu überschreiten die pädagogische Arbeit dann anheben kann. Sie beinhalten damit das Risiko, daß mit der pädagogischen Zuwendung lediglich das (vermeintliche) Defizit realisiert wird – anstelle des Ziels einer besseren Lebens-Realität.
Die vorliegende Studie geht der Frage nach, ob pädagogische Wirklichkeit auch so konzipiert werden kann, daß ihre Paradoxien nicht auf Kosten qualifizierbarer pädagogischer Handlungsspielräume wahrnehmbar werden. Sukzessive entfaltet sich ein Rahmenansatz "Performativer Pädagogik": pädagogische Reflexivität, die ihre welterzeugende Wirksamkeit nicht verleugnet … PressestimmenDies ist gewichtige pädagogische Grundlagenwissenschaft und entsprechend schwer zu lesen, aber das Buch wirft einen Vorschein auf eine künftige pädagogische Diskussion, die auch auf die Kunstpädagogik zukommen wird. 1999, IHS, Bd. 315, 396 Seiten, br., 34,80 EUR, ISBN 978-3-89325-773-7
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