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Sabine Gruehn

Unterricht und schulisches Lernen

Schüler als Quellen der Unterrichtsbeschreibung


Die Klassenklimaforschung hat bei der Entwicklung von Erhebungsinstrumenten bisher weitgehend die Befunde der Unterrichtsforschung ignoriert und damit wenig aussagekräftige Ergebnisse zu leistungsförderlichen Merkmalen des Unterrichts erbracht. Die vorliegenden Arbeit zeigt, daß Schülerangaben durchaus valide Informationen über das Unterrichtsgeschehen liefern und zur Vorhersage von Lernverläufen geeignet sind, wenn bei ihrer Erfassung die in Beobachtungsstudien berichteten Ergebnisse zur leistungsförderlichen Wirkung lehrergeleiteter und konstruktivistischer Unterrichtsformen berücksichtigt werden. Mehrebenenanalysen belegen dabei die substantielle Erklärungskraft aggregierter Schülerangaben für die Leistungsentwicklung in drei Schulfächern.

Autoreninfo

Sabine Gruehn, geb. 1966, Studium der Erziehungswissenschaft in Köln und Berlin, war fünf Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Nach ihrem Wechsel an die Humboldt-Universität ist sie dort seit 1999 als Wissenschaftliche Assistentin tätig und mit einer empirischen Begleituntersuchung zum brandenburgischen Unterrichtsfach Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde betraut. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Lehr-Lern-Forschung.

Pressestimmen

Ich habe bisher keine Arbeit gelesen, die die konzeptuellen und methodischen Schwächen der schulbezogenen "Klimaforschung" dermaßen klar beschrieben hätte […].
Angesichts der dominierenden Rolle, die Fragen der "Individualisierung" und "Leistungsdifferenzierung" nach PISA 2000 spielen […] sollte diesen Ergebnissen der BIJU-Studie, die auf mögliche Sackgassen der Binnendifferenzierung hinweisen, große Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Andreas Helmke in: Zeitschrift für Pädagogik. H. 3/2003. S. 445f.


2000, Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie, Bd. 12, 248 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-757-7

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