Seit geraumer Zeit befassen sich Wissenschaft und Öffentlichkeit mit dem Verhältnis zwischen Niederländern und Deutschen. Erörtert werden in dieser endlos anmutenden Diskussion nicht die offiziellen bilateralen Beziehungen zwischen den Amtsstuben in Den Haag und Berlin, die einfach positiv einzuschätzen sind, sondern die Bilder, die sich die Bevölkerung von der jeweils anderen macht. Es geht dabei immer um Stereotypen, Klischees und Vorurteile. Um die Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hat diese Diskussion einen Höhepunkt an Heftigkeit erreicht, um danach in ein etwas ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Aber auch bei ruhiger Betrachtung gilt immer noch die Erkenntnis, dass das Wissen über die historischen Voraussetzungen, die politisch-sozialen Strukturen und Lebensumstände eine wesentliche Vorbedingung für Einsichtsfähigkeit und den Abbau von Vorurteilen sein kann. Mit Beiträgen von: PressestimmenInformationsdefizite zu beheben haben sich die beiden Herausgeber Gebhard Moldenhauer und Jan Vis mit ihrem Sammelband […] auf die Fahnen geschrieben. Herausgekommen ist ein Buch, das sich gleichermaßen an Niederländer wie Deutsche richtet. Dabei resultiert der Band aus Erfahrungen aus der schon über 20 Jahre währenden Zusammenarbeit zwischen der Rijksuniversiteit Groningen und der Carl von Ossietzsky Universität Oldenburg: Wissenschaftler beider Nachbarländer führen in historische, geographische, politische und gesellschaftliche Entwicklungen ihrer Nationen ein. "Das aus einer Kooperation zwischen den Universitäten Oldenburg/O. und Groningen hervorgegangene Werk versteht sich als Handbuch, was auf keinen Fall zu hoch gegriffen ist. […] Insgesamt ist dem Band, besonders in seiner Funktion als Handbuch zum Thema 'Einander kennen und verstehen' […] zu wünschen, daß er Nachahmer findet." 2001, Studien zur Geschichte und Kultur Nordwesteuropas, Bd. 2, 440 Seiten, geb., 34,80 EUR, ISBN 978-3-89325-747-8
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