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Andrea Maria Dederichs

Das soziale Kapital in der Leistungsgesellschaft

Emotionalität und Moralität in "Vetternwirtschaften"


Soziales Kapital – besser bekannt als "Vitamin B" – steht nicht nur für eine zunehmende Aufweichung leistungsgesellschaftlicher Prinzipien, sondern auch für gemeinschaftliche Ressourcen, die in modernen Gesellschaften notwendige Vertrauensbänder und Unterstützungsnetze bilden. Es ist ein Ausdruck der veränderten sozialen Beziehungen, die durch Wechselwirkungen emotionaler und rationaler Elemente entstehen.

Ausgehend von diesen Prämissen entwickelt die Autorin ein systemtheoretisches Modell, das die emotionalen und moralischen Aspekte des sozialen Kapitals in ihren Funktionen für den Einzelnen, Gruppen und Gesellschaften ebenso umfaßt wie mögliche Dysfunktionalitäten.

Autoreninfo

Andrea Maria Dederichs, geb. 1967, studierte in Siegen Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaft. Sie ist seit 1994 wissenschaftliche Mitarbeiterin in Fach Soziologie an der Gerhard-Mercator-Universität -Ghs Duisburg. Forschungsschwerpunkte: Emotionen, Normalität und Normativität, Abweichungskulturen und Soziale Ungleichheit.

Pressestimmen

Die Leistung der Arbeit liegt in der Betonung der Bedeutung von Emotionalität für die Erklärung sozialer Prozesse sowie dem detaillierten Nachweis der Funktionalität sozialer "Beziehungen". In beiden Dimensionen wird weiterer Forschungsbedarf gekennzeichnet.
Aus: Soziologische Revue, Jahrgang 25 (2002), von: Olaf Kranz


1999, IHS, Bd. 303, 216 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-734-8

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