Das Buch stellt die Ergebnisse eines der größten Forschungsprojekte zur Lebensumwelt hochbegabter und hochleistender Jugendlicher vor. Die empirischen Analysen widerlegen viele in der einschlägigen Literatur zur Hochbegabung und Hochleistung anzutreffenden Behauptungen.
Pressestimmen"Hochbegabte Kinder sind keine Problemfälle; nach dem Ergebnis einer Studie sind sie vielmehr erfolgreich und beliebt.[…] heißt es in der europaweit ersten Langzeituntersuchung hochbegabter Kinder.[…] Das Projekt begleitet seit 13 Jahren eine Gruppe Hochbegabter.[…] Die Kinder interessieren sich nach Angaben von Rost für die gleichen Dinge wie ihre Altersgenossen: Sport, Musik und Ausgehen. "Rost kritisierte Medienberichte, in denen Hochbegabte als Problemkinder dargestellt werden, als einsam und schwierig, als agressiv und gestört. "Dies verleitet Eltern zu einem fatalen Umkehrschluss" sagte Rost: "Wenn mein Kind Probleme hat, ist es hochbegabt." Solche Vorurteile werden nach Einschätzung Rosts geschürt von Selbsthilfegruppen, in denen sich Eltern hochbegabter Kinder zusammenschließen. Dort sind seiner Meinung nach Problemfälle "drastisch überrepräsentiert": "Es schließen sich nur Eltern zusammen, die Schwierigkeiten mit ihrem Kind haben. Eine 'Selbsthilfegruppe für das erfolgreiche, glückliche Kind' hätte ja auch keinen Sinn." "Die Zeit: Hochbegabte langweilen sich in der Schule und schreiben deshalb schlechte Noten, heißt es oft. […] Was haben Sie festgestellt? Das von D.H. Rost geleitete Marburger Hochbegabtenprojekt kann beanspruchen, mit größter methodischer Sorgfalt und mit entsprechend großem Untersuchungsaufwand eine beispielhafte Längsschnittstudie (Fortsetzung der Marburger Grundschulstudie) über die kognitiven, persönlichkeitsbezogenen, motivationalen und sozialen Merkmale jener Jugendlichen vorzulegen, die unter klar definierten und zugleich soliden Kriterien (aktuelle Normen, keine Vorauswahl durch Lehrer etc.) als hochbegabt bezeichnet werden können. Zudem wird eine interessante Vergleichsgruppe untersucht: "hochleistende Schüler" […]. Der kürzlich von [Detlef H. Rost] vorgelegte (vierte) Projektband Hochbegabte und hochleistende Jugendliche gibt u.a. Antwort auf die Frage, wie stabil Hochbegabung über einen Zeitraum vom Grundschulalter bis zur Adoleszenz ist. Neu: die Einbeziehung Jugendlicher aus den neuen Bundesländern. Das Buch berichtet von Ergebnissen des Marburger Hochbegabtenprojekts, einer umfassend angelegten Längsschnittstudie zur Lebensumweltanalyse hochbegabter und hochleistender Jugendlicher. […] in jedem Kapitel [werden] Ergebnisse solider Forschung in sich schlüssig berichtet. Es werden nicht nur exotische theoretische Vorstellungen zum Thema Hochbegabung kritisch unter die Lupe genommen, sondern auch althergebrachte Vorurteile über angebliche Probleme Hochbegabter. Positiv ist zu vermerken, dass die Autoren die potenziellen Fallstricke der Konfundierung von geographischer Herkunft einerseits und Probandenauswahl auf Grund von Kompetenz bzw. Performanz auf der anderen Seite umgehen, indem sie sich weitestgehend auf Vergleiche innerhalb der Begabungs- bzw. Leistungsgruppen beschränken. […] Die Gründlichkeit der Ergebnisdarstellung ist durchweg beeindruckend, insbesondere die detaillierte Darstellung zur Faktorenstruktur der verwendeten Instrumente, Eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse in den umfangreicheren Kapiteln erleichtert den Überblick über die Vielzahl der Befunde. […] Insgesamt […] handelt es sich um ein sehr lesenswertes Buch, welches in beiendruckender Weise große inhaltliche Bandbreite und Tiefgang im Detail verbindet. Die Veröffentlichung enthält umfangreiches statistisches Datenmaterial (…) Wer sich vertieft mit dieser Thematik auseinander setzen möchte, dem sei dieses anspruchsvolle Buch empfohlen. Beachtenswert an dieser Veröffentlichung sind die vorgestellten Ergebnisse eines der größten längstschnittlich angelegten Forschungsvorhaben über hochbegabte und hochleistende Jugendliche, […] Die vielseitig genutzten Datenquellen und Datenarten in diesem Projekt, die große Stichprobe und die Einbeziehung adäquater Kontrollgruppen gestatten es dem Autor, ein umfassendes und übergreifendes Bild von Hochbegabung und Hochleistung zu erkennen. In einzelnen Kapiteln werden die früheren wie die aktuellen Forschungsergebnisse differenziert dargestellt, […]. Das methodische Vorgehen innerhalb dieser Bereiche wird umfassend dokumentiert, ebenso die Ergebnisse in den jeweiligen Vergleichsgruppen, und jeweils abschließend werden die Befunde interpretiert und zumeist auch noch kurz zusammengefasst. Ein rundum empfehlenswertes Werk. Insofern ist das Buch zweierlei: Zum einen eine sehr sorgfältige und umfassend-kritische Bestandsaufnahme des internationalen Forschungsstandes zu den jeweiligen Themen sowie eine ebenfalls sehr differenzierte eigene empirische Studie! So ist der vorliegende Sammelband nicht nur ein thematisch geordneter Ergebnisbericht, sondern zugleich gut geeignet, um interessierte Leser über Probleme und Ergebnisse der Hochbegabungsforschung zu informieren. Dieses Buch über Hochbegabung ist einzigartig, da es auf einer methodisch sehr sauberen Studie über Hochbegabte, die über zehn Jahre begleitet und untersucht wurden, beruht. Da viele Ratgeber von Eltern besonders schwieriger Hochbegabter geschrieben werden, kursieren über Hochbegabte viele Mythen, die hier zum größten Teil widerlegt werden. Nur ein geringer Teil von Hochbegabten ist schlecht in der Schule oder verhaltensgestört. Hochbegabte sind überdurchschnittlich beliebt und erfolgreich. Nur etwa 10% entsprechen dem Bild, das in den Medien meist porträtiert wird. 2000, Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie, Bd. 15, 430 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-685-3
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