Interkulturelle Kommunikation als zwischenmenschliche Interaktionsform findet nicht im luftleeren Raum statt. Vielmehr ist sie in einen breiteren gesellschaftlichen Diskurs eingebettet und wird durch soziale und politische Rahmenbedingungen strukturiert. Die Erforschung der interkulturellen Kommunikation, d. h. der direkten Kommunikation zwischen Menschen verschiedener Kulturen, muß daher stets deren Positionierung im weiteren institutionellen, sozialen und politischen Umfeld berücksichtigen.
Die unverändert "nationale" Logik, auf der selbst internationale Organisationen wie die UNO, NATO, EU, ASEAN u. a. basieren, zeigt, daß der "Nation" und dem "Nationalstaat" auch in der fortschreitenden "interkulturellen" und "internationalen" Vernetzung der Welt noch immer eine ganz besondere Rolle als politisches und soziales Ordnungsprinzip zukommen, so daß der (National-)Staat und die staatlichen Organisationen in die Analyse interkultureller Kommunikationsprozesse notwendigerweise mit einbezogen werden müssen. Die Beiträge dieses Sammelbandes versuchen, aus sozial- und kulturwissenschaftlicher Sicht eine Fülle von Aspekten, Perspektiven, theoretischen und methodischen Ansätzen zur interkulturellen Begegnung im Rahmen des Nationalstaates vorzustellen. Aus dem Inhalt Theoretische Betrachtungen zur interkulturellen Kommunikation
Wolf-Dietrich Bukow, Roberta Llaryora
Ulrike Krasberg
Anton Sterbling
Juliana Roth Interkutlturelle Kommunikation im (inter-)nationalen Kontext
Detlev Nothnagel
Alois Moosmüller
Erika Dettmar
Barbara Waldis
Francesca Nardin
Asker Kartari Interkulturelle Kommunikation im historisch multikulturellen Raum
Elka Tschernokoshewa
Borut Brumen
Róbert Keményfi
Rainer Alsheimer
Gabriella Schubert Interkulturelle Kommunikation im Migrantenkontext
Klaus Brake
Reginald Byron
Peter Menzel
Irene Götz, Harro Honolka
Marco Heinz
1998, Münchener Beiträge zur Interkulturellen Kommunikation, Bd. 6, 350 Seiten, br., 36,80 EUR, ISBN 978-3-89325-642-6
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