Im Rahmen des mittelalterlichen Handwerks nahm das kaiserlich privilegierte Steinmetzhandwerk eine herausragende Stellung ein. Die Frage nach der Art der Ausbildung der damaligen Hüttensteinmetzen – deren Können zahlreiche gotische Dome bezeugen – und der immanenten pädagogischen Ansätze bilden den historischen Teil der Abhandlung. Vor diesem Hintergrund untersucht der Autor im neuzeitlichen Teil der Abhandlung die Struktur und die pädagogischen Aspekte der heutigen Aus- und Weiterbildung der Steinmetzen und Steinbildhauer. Abschließend befaßt er sich mit deren weiteren Entwicklung.
Die methodische Grundlage bildet die von Ulrich Herrmann im Rahmen seiner Sozialitätsforschung vertretene Idee einer pädagogischen Geschichtsforschung. AutoreninfoAlfred Schottner, geb. 1920, studierte die Fächer Bauingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften, Volkskunde, Politikwissenschaft, Soziologie, Mittlere Geschichte, Ur- und Frühgeschichte und Erziehungswissenschaft mit dreimaliger Promotion. Er war Assistent am Institut für Exportwirtschaft der Universität Münster, Leiter der Außenstelle Münster des Baugewerbeverbandes Westfalen sowie der Geschäftsstelle des Fachverbandes des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks Westfalen-Lippe und Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Münster. 1998, 260 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-631-0
|