Die Ingenieure der frühen Neuzeit entwarfen nicht nur neue mechanische Anlagen, sie prägten auch die kulturelle Deutung von Technik in entscheidendem Maße. Diese These vertritt die vorliegende Untersuchung auf der Basis umfangreicher Quellenstudien. Uns selbstverständlich gewordene Denkfiguren wie die neuer, nützlicher und erfindungsreicher Maschinen wurden demnach erst formuliert, als sich innovationsorientierte technische Spezialisten im 15./16. Jahrhundert in neuen institutionellen Kontexten profilierten. Im Mittelalter sind derartige Deutungen zeitgenössischer technischer Anlagen hingegen nicht zu erkennen. Mit der Aufnahme von Fragestellungen verschiedener historischer Disziplinen und einem überzeugenden methodischen Ansatz eröffnet die Arbeit neue Perspektiven auf das Technikverständnis vormoderner Epochen.
AutoreninfoMarcus Popplow studierte Geschichte und Germanistik an den Universitäten Heidelberg und Bremen. Seine Magisterarbeit zur Bedeutung des Maschinenbegriffs in Mittelalter und früher Neuzeit wurde 1993 mit dem Rudolf-Kellermann-Preis für Technikgeschichte ausgezeichnet. Pressestimmen"Ein Buch, das in ebenso präzisen wie anregungsreichen Quellenanalysen einen Blick auf die historischen Bedingungen eröffnet, unter denen bis in unsere Tage Technik (…) erörtert wird."
(FAZ, 15.02.1999) 1998, Cottbuser Studien zur Geschichte von Technik, Arbeit und Umwelt, Bd. 5, 230 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-604-4
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