Welchen Zugang ermöglicht die historische Kleidungsforschung, haben sich doch in der Regel nur besonders wertvolle und außergewöhnliche Stücke überliefert? Vor dem Hintergrund quellenkritischer Überlegungen erkundigt die Autorin den Aussagewert von Zeitungsanzeigen örtlicher Textilhersteller für die Erhellung historischen Kleidungsverhaltens. Am Beispiel des Lingener Landes fragt sie nach der Existenz einer regionalen Tracht, nach konfessionellen sowie Stadt-Land-Unterschieden im Kleidungsverhalten, nach modischem Wandel und dem Einzug konfektionierter Waren in die Region. Eine quellenkundliche Spurensuche, die zur Erschließung neuer Wege in der Kleidungsforschung anregt.
Pressestimmen"Für sich genommen sind (fast) alle oben vorgestellten Kapitel lesenswert. Sie geben viele Anregungen für weitere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Kleidungsforschung, sie bieten eine Fülle neuer, bisher unveröffentlichter Materialien und Erkenntnisse und motivieren durch die Erschließung einer bisher selten benutzten Quellengruppe zur Nachahmung." 1997, Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, Bd. 98, 290 Seiten, br., 19,50 EUR, ISBN 978-3-89325-545-0
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