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Jürgen Kehrer
Schande von Münster
Die Affäre Weigand
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Leseprobe
Der Rechtsanwalt Paul Blomert starb in den Mittagsstunden des 25. August 1961. Sein Tod, der zunächst wenig Aufsehen erregte, sollte Münster in den nächsten Jahren beschäftigen. In einem Mammutprozeß, der sich von Mai 1965 bis April 1966 über 122 Sitzungstage erstreckte, beschäftigte sich das Landgericht Münster mit der Frage, wie der Rechtsanwalt vom Leben zum Tode gekommen war: durch Selbstmord, durch Unfall, durch verunglückte Hilfe, durch Tötung auf Verlangen oder gar durch Mord? Anhaltspunkte und Gründe, zumindest aber ins Kraut schießende Spekulationen, die mal die eine, mal die andere Theorie wahrscheinlicher aussehen ließen, gab es reichlich. Am Ende entschied das Gericht im Namen des Volkes. Und es gab eine Menge Verlierer, wenngleich nur ein einziger Mann, der an diesem Freitag, dem 25. August 1961, nicht in der Nähe des Tatortes war, ja, den der Rechtsanwalt Paul Blomert nicht einmal kannte, ins Gefängnis mußte. (…)
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Der Todesfall Blomert erregte in der ersten Hälfte der 60er Jahre die Gemüter in Münster. War es vielleicht nicht der ärztlich anerkannte "Unglücksfall" oder der staatlich bescheinigte "Selbstmord", sondern Mord? Letzteres jedenfalls behauptete der selbsternannte Sozialanwalt Dr. Günter Weigand, der sich mit allen anlegte, die in Münster etwas zu sagen hatten, was ihm postwendend eine Menge Strafverfahren einbrachte. Einigen reichte auch das noch nicht. Sie wollten Weigand in eine psychiatrische Klinik abschieben – lebenslänglich.
Jürgen Kehrer, Autor von zahlreichen Kriminalromanen, hat nach dem "Mord in Münster" erneut ein Sachbuch geschrieben, in dem er eine der schillerndsten Kriminal-, Justiz- und Psychiatrieaffären der Nachkriegszeit unter die Lupe nimmt.
Ebenfalls von Jürgen Kehrer bei Waxmann erschienen
Tod im Friedenssaal. Eine Kriminalgeschichte aus der Zeit des Westfälischen Friedens
Das Geheimnis der Tulpenzwiebel. Freigraf Kettelers zweiter Fall
Mord im Dom. Eine Kriminalgeschichte aus der Zeit Karls des Großen
Der Kaufmann und die Tempelritter. Eine Kriminalgeschichte aus dem mittelalterlichen Münster
Als Hörbuch:
Tod im Friedenssaal. Eine Kriminalgeschichte aus der Zeit des Westfälischen Friedens
gelesen vom Autor
Sachbuch:
Schande von Münster. Die Affäre Weigand
Autoreninfo
Jürgen Kehrer wurde 1956 in Essen geboren und lebt als freiberuflicher Schriftsteller in Münster. Neben zahlreichen Kriminalromanen hat er Bücher zur Kriminalitätsgeschichte Münsters geschrieben. Mit "Der Kaufmann und die Tempelritter" legt er seinen vierten historischen Roman vor.
Bücher von Jürgen Kehrer im Waxmann Verlag: "Mord in Münster – Kriminalfälle aus fünf Jahrhunderten", "Schande von Münster – Die Affäre Weigand", "Tod im Friedenssaal", "Das Geheimnis der Tulpenzwiebel", "Mord im Dom".
Ebenso von Jürgen Kehrer stammt die im grafit Verlag erschienene Wilsberg-Reihe, aus der schon zahlreiche Romane für das ZDF verfilmt worden sind.
Pressestimmen
Mit dem Waxmann-Verlag verfügt Münster und das Münsterland über den Komfort, einen regional kompetenten Verlag zu haben, dessen Programm (Sachbücher und Belletristik) die Einheimischen erfreuen dürfte, aber auch das Zeug hat, außerhalb des "Zielgebietes" für Aufmerksamkeit zu sorgen. […] Eine beklemmende Dokumentation, spannender als ein Krimi!
In: Das Doserte Leben, No. 42, Rehzensionen.
1996, 140 Seiten, br., 9,90 EUR, ISBN 978-3-89325-469-9
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