"Man kann die berufliche Transformation als sozialen Kern des Systemwechsels von staatssozialistischen zu Marktgesellschaften verstehen. Solange und soweit die nachsozialistischen Gesellschaften Arbeitsgesellschaften sind – und sie werden es wie auch die westlichen Gesellschaften vorerst bleiben – wird die Neugestaltung von Berufsstruktur und beruflichen Verhaltensweisen sowohl die künftige Sozialstruktur dieser Gesellschaften wesentlich prägen als auch die sich neu herausbildenden Kommunikationsformen, das gesellschaftliche und politische Bewußtsein und damit die Legitimitationsfähigkeit des neuen politischen und ökonomischen Systems beeinflussen."
Diese Einschätzung der beruflichen Transformation in den neuen Bundesländern als sozialem Kernstück des Systemwechsels entspricht den vielfältigen Untersuchungsergebnissen aus Theorie und Praxis zu den Umstellungsprozessen, die Arbeiter und Angestellte in Ostdeutschland nach der Wende zu bewältigen hatten. Die Untersuchung, die im Rahmen des Forschungsverbundprojekts "Qualifizierungsprozeßbeobachtung in den neuen Bundesländern" entstand, bezieht unterschiedliche Betriebsstrukturen, Tätigkeitsfelder und Arbeitsmarktmechanismen in die Analyse von Verhaltensweisen, Selektionsprozessen und Mobilitätsbereitschaft ein. Damit werden Defizite und Potentiale beschrieben, die den weiteren Prozeß der beruflichen Transformation in den neuen Bundesländern bestimmen. PressestimmenDetlef H. Rost dürfte der einzige deutsche Psychologie-Professor sein, der sich mit seiner ganzen Kraft und Gelehrsamkeit gegen den Zeitgeist stemmt, auch und vor allem mit diesem Buch hier. […] Für die meisten Hochbegabten ist – wie Rost betont – die Schule eine Übung für das Berufsleben die sie gut bestehen, ohne dabei in der Schule ständig durchzudrehen oder verrückt zu spielen, wie von den Sonderpädagogen suggeriert wird. […] Das Buch von Rost ist das sachkundigste und beste, was zum Thema Hochbegabung in Deutschland in den letzten Jahren geschrieben worden ist. 1996, edition QUEM, Bd. 8, 248 Seiten, geb., 25,50 EUR, ISBN 978-3-89325-404-0
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