|
|
Yi-Chan Chen
Ausländische Studierende in der BRD
Anpassung fernöstlicher Studierender an das Leben in Deutschland
|
Die Bundesrepublik zählt zu den international wichtigsten Studienländern. Schon diese Tatsache macht die vorliegende Studie, die der Frage nachgeht, wie sich ausländische Studierende an das Leben in Deutschland anpassen, interessant. Die Autorin ermittelt eine Reihe von typischen Schwierigkeiten: Im Alltagsleben macht die sprachliche Anpassung die größten Probleme. Nicht selten steht die Einstellung zur eigenen Familie auf dem Spiel; in der Regel halten die Studierenden jedoch am traditionellen Familienbild fest. Auf psychische Probleme wird mit Rückzug oder verstärktem Kontakt zu Freunden reagiert. Allerdings sind die sozialen Kontakte insgesamt nicht unproblematisch; fehlende Gastfreundschaft, allzu große Zurückhaltung oder schlicht andere Normen und Definitonen vom sozialen Leben können der Grund sein. Im Unterschied zu den Studierenden aus der VR China, werden die aus Taiwan, Südkorea und Japan in der Regel von den Eltern finanziert. Dennoch empfindne auch sie finanzielle Sorgen, wollen sie doch ihre Eltern möglichst wenig belasten.
1995, Kulturkontakte, Bd. 2, 132 Seiten, br., 19,50 EUR, ISBN 978-3-89325-279-4
|
|