Cover   

Christoph Nübel

Die Mobilisierung der Kriegsgesellschaft

Propaganda und Alltag im Ersten Weltkrieg in Münster


"Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche", verkündete Kaiser Wilhelm II. bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Diese Burgfriedenspolitik sollte während des Krieges gesellschaftlichen Zusammenhalt gewährleisten. Nicht nur in Berlin, auch in Münster unternahmen Militär, Stadt und Universität propagandistische Anstrengungen, die Kriegsgesellschaft durch Verbreitung eines Gemeinschaftsgefühls für den Krieg zu mobilisieren. Gab es die viel beschworene Einigkeit der Deutschen im Krieg? Waren die konservativen Eliten in Münster zu politischen Zugeständnissen bereit?

Diese Studie untersucht erstmals die Verhältnisse an der "Heimatfront" in Münster im Ersten Weltkrieg, indem sie nach Propaganda und Wirklichkeit im Kriegsalltag fragt. Die Verknüpfung einer lokalhistorischen Perspektive mit Ereignissen im übrigen Reich macht sie auch über den lokalen Kontext Münsters hinaus interessant und lesenswert.

Diese Arbeit wurde mit dem Wilhelm-Deist-Preis für Militärgeschichte 2008 ausgezeichnet.

Autoreninfo

Christoph Nübel M.A., geboren 1982 in Heide (Schleswig-Holstein). Studium (Geschichte, Politikwissenschaften, Volkskunde, Öffentliches Recht) 2002 bis 2007 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Universität Bremen (Gastsemester). Magister Artium 2007. Seit 2008 Promotion im Rahmen der Graduiertenschule "Human Development in Landscapes" an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.


2008, Münsteraner Schriften zur Volkskunde/Europäischen Ethnologie, Bd. 14, 192 Seiten, br., 34,90 EUR, ISBN 978-3-8309-2030-4

Zurück zur Startseite Inhalt