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Peter Chroust

Gießener Universität und Faschismus

Studenten und Hochschullehrer 1918–1945


Mit der hier vorgelegten Untersuchung wird erstmals die Gesamtpopulation einer Universität im Zeitraum 1918–1945 erfaßt. Mittels einer Stichprobe von rund 5.200 Studierenden (= 33,3 %) und einer Analyse aller 390 Hochschullehrer wird das Sozialprofil und die politische Orientierung aller aktiven Gießener Studenten und Professoren zwischen 1918 und 1945 rekonstruiert. Damit kann erstmals für eine Hochschule die Mitgliedschaft von Studierenden und Professoren in der NSDAP, in SA, NS-Studentenbund und NS-Dozentenbund, aber auch in den Parteien und Gruppierungen der Weimarer Republik aufgehellt werden.

Pressestimmen

"Fragestellungen, Methoden und Analysen der vorliegenden Arbeit dürften zukünftigen Forschungen zum deutschen Hochschulsystem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert[s] eine Vielzahl von Anregungen und Ansätzen zur Weiterentwicklung liefern (…) Nicht zuletzt ist es dem Autor in überzeugender Weise gelungen, den Mythos eines vom Nationalsozialismus unberührt gebliebenen Hochschul- und Wissenschaftssystems für den Fall Gießen zu decouvrieren."
(Aus: Historical Social Research 22, Heft 3/4, S. 398–405.)

"Chroust hat durch seine eindrucksvolle und detailreiche Studie über die Erkenntnisse für Gießen hinaus den Blick für längerfristige Kontinuitäten in der Universitätsgeschichte geschärft. […] Mögen weitere so fundierte Studien zu anderen Hochschulen folgen!"
(Aus: German Studies Review XX, Nr. 3, Oktober 1977, S. 468–469.)


1994, IHS, Bd. 94, 781 Seiten, 2 Bde., br., 50,10 EUR, ISBN 978-3-89325-200-8

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