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Bea Harazd

Die Bildungsentscheidung

Zur Ablehnung der Schulformempfehlung am Ende der Grundschulzeit


Warum lehnen manche Eltern die Schulformempfehlung der Grundschule ab und melden ihr Kind in einem höheren Bildungsgang an? Diese Arbeit behandelt unter Einbezug soziologischer und psychologischer Theorien ein Modell zur Erklärung der elterlichen Bildungsentscheidung am Ende der Grundschule.

Anhand einer Elternbefragung, an der 500 Eltern teilnahmen, wurden qualitative und quantitative Daten gewonnen. Zum Einen konnten auf Basis der quantitativen Datenauswertung relevante soziodemografische Merkmale wie der Bildungsstatus der Familie und das Geschlecht des Kindes identifiziert werden. Ebenso erwiesen sich als bedeutsam für die Ablehung der Schulformempfehlung die Einstellungen gegenüber dem Schulsystem und der schulischen Bildung sowie Merkmale der Beratungssituation.

Zum anderen konnten mittels qualitativer Datenanalyse Elterngruppen gebildet werden, die zeigen, dass sich Eltern in ihren Motiven voneinander unterscheiden und diese Motive wiederum mit Einstellungen und soziodemografischen Merkmalen der Eltern zusammenhängen. Es wird diskutiert, wie diese Erkenntnisse zur Professionalität der Grundschullehrkräfte und der Gestaltung der Beratungssituation beitragen können.

Autoreninfo

Bea Harazd, Dr. (phil.), geboren 1975, studierte Erziehungswissenschaft und ist seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulentwicklungsforschung der Universität Dortmund. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Schulforschung mit dem Schwerpunkt Transition sowie Schulentwicklung, Schulqualität und Schulleitung.


2007, Empirische Erziehungswissenschaft, Bd. 7, 208 Seiten, br., 24,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1905-6

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