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Petra Fietzek

Im Federlicht

Ein poetischer Rundgang durch das Landesmuseum Münster


Tulva

Gezeitenschleuse
oh die Geister
gerufen
die Steilwand hinab
das tosende Ja
aufgerissen die Liebe

Nichts geht verloren
Herz im Uferlosen
Nicht ist erlogen

Im Wirbelblau
im Fruchtwasser
Lebebild verströmt
Zufallsbahnen gelenkt
in die Entwöhnung
ins ungedämmte Sein

(zu Karl Otto Götz, Tulva, 1967,
Öl auf Leinwand, 175 x 145 cm)

Daß die Kunstwerke eines Museums zu Gedichten inspirieren, davon kann jeder Museumsdirektor nur träumen. Die Gedichte von Petra Fietzek sind Ausdruck der Inspiration und Begeisterung, die eine Vertiefung in die Kunstwerke des Landesmuseums in Münster für die Autorin bedeuteten. Die Verbindung von Intuition und Kenntnis, spontaner Reaktion und durchformulierter Sprache, die Gegenüberstellung von Gedicht und Bild machen den Reiz und die Spannung des vorliegenden Bandes aus.
(Aus dem Vorwort von Klaus Bußmann)


1994, 64 Seiten, br., 12,80 EUR, ISBN 978-3-89325-189-6

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