Diese Sammlung von Schriften des brasilianischen Pädagogen Paulo Freire (1921–1997) gibt einen Einblick in die spätere Phase der Weiterentwicklung seiner Bildungsarbeit von 1991 bis 1997 auf der Basis der Pädagogik der Befreiung. In den ausgewählten Texten werden nicht nur pädagogische Probleme und inhaltlich-methodische Fragen der Bildungsarbeit thematisiert. Sie enthalten ebenso Analysen und Bewertungen von Politik, Kultur, Religion, Ethik und Veränderungsmöglichkeiten von Gesellschaft – eine Erweiterung, die sich gegen eine Vorstellung wendet, Pädagogik sei von Gesellschaft und Politik losgelöst zu behandeln. Scharfsinnig hat Freire u.a. die verheerenden Folgen des Neoliberalismus für Individuum und Gesellschaft analysiert und zum widerständigen Denken und Handeln ermuntert. Eine Auswahl repräsentativer alter und neuer Texte von Paulo Freire: Wer sie zur Hand nimmt, entdeckt rasch, dass uns dieser brasilianische Pädagoge nicht nur für die Theorie und Praxis unserer Erziehungsarbeit, sondern für unser Überleben Entscheidendes zu sagen hat. siehe auchPaulo Freire: Unterdrückung und Befreiung [1] PressestimmenDie Autoren […] leisten somit einen Beitrag zu einer ernsten Auseinandersetzung jenseits von Applausrezeption und Entlarvungsabsicht. Die Bücher sind als wichtige Beiträge zur internationalen Erziehungswissenschaft zu sehen. 2007, 156 Seiten, br., 9,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1856-1
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