Kinderliederbücher sind Indikatoren für Menschenbilder und Weltanschauungen, für Vorstellungen von Erziehung und Sichtweisen aufs Kind. Der kulturgeschichtliche Blick auf diese Liederbücher spiegelt die Veränderungen von Kindheitskonzepten im historischen Verlauf und im gesellschaftlichen Wandel. In diesem Buch wird erstmals eine umfassende Bibliografie deutschsprachiger Kinderliederbücher von 1770–2000 vorgelegt. Informative Kurzkommentare zu jedem Band geben Auskunft zu Buchinhalten, Autoren und Herausgebern sowie über ihre jeweiligen Repertoirestrategien. Zusammen mit zahlreichen Illustrationen lassen diese Annotationen Bedeutung und Stellenwert des jeweiligen Liederbuches anschaulich werden. Neben einem umfassenden Registerteil enthält das Buch auch einen Essay des renommierten Musikpädagogen Günther Noll zum Kinderlied in der NS-Zeit. PressestimmenWer sich für Kinderlieder interessiert, findet eine Fülle von Informationen. Beim Durchblättern stösst man auf Sammlungen, die weitgehend unbekannt sind. Wer weiß z.B., dass die Gebrüder Grimm auch eine Sammlung von "Wiegen- und Kinderlieder" angelegt hatten. Aber anders als ihre "Kinder- und Hausmärchen", die gleich nach dem Erscheinen in deutschen Familien zum Hausbuch wurden, blieb diese Sammlung unbeachtet und wurde erst 1999 von Heinz Rölleke ans Licht gebracht und publiziert. hochinteressante Bibliografie […] Ein großartiger und interessanter Überblick über Geschichte und Entwicklung des deutschsprachigen Kinderliederbuches seit der "Erfindung der Kindheit" in der Aufklärung. erste umfassende Bibliografie deutscher Kinderlieder […] für Musikpädagogen, Volksliedforscher und Soziologen gleichermassen aufschlussreiche[r] Band 2007, Volksliedstudien, Bd. 8, 445 Seiten, br., 34,00 EUR, ISBN 978-3-8309-1819-6
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