Die schulformübergreifende Orientierungsstufe wurde im Rahmen der Bildungsreform der 1970er Jahre eingeführt. Der Entstehungsprozess als auch die ihn begleitenden Forschungen werden in dieser Arbeit zusammenfassend dargestellt. Am Beispiel der niedersächsischen Orientierungsstufe werden weiterführende Befunde vorgelegt, die sich auf die zentralen Ziele Leistungsgerechtigkeit und Chancengleichheit beziehen. Als Indikator für die Leistungsgerechtigkeit wird die Prognosesicherheit des schulischen Eignungsgutachtens verwendet, wobei als deren Kriterium der erreichte Schulabschluss gilt. Chancengleichheit wird anhand der Bildungsbeteiligung unterschiedlicher Sozialgruppen an den Schulformen der Sekundarstufe überprüft. Als Datengrundlage dienen statistische Erhebungen des Niedersächsischen Kultusministeriums sowie eine repräsentative Befragung, die im Rahmen einer Evaluation der Niedersächsischen Orientierungsstufe unter Eltern, Schülern und Lehrern durchgeführt wurde.
AutoreninfoClaudia Schuchart, Studium der Erziehungswissenschaften an den Universitäten Erfurt, Jena und Reading (UK). 2001 Mitarbeiterin im Projekt "Akzeptanzuntersuchung der Niedersächsischen Orientierungsstufe". 2002–2004 Mitarbeiterin an der Universität Erfurt, u.a. am Zentrum für Lehr-, Lern- und Bildungsforschung. Seit 2004 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung der Universität Wuppertal. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Bildungsentscheidungen im Verlauf der Schullaufbahn, Ungleichheiten in der Bildungsteilhabe, international vergleichende Schulforschung. 2006, Empirische Erziehungswissenschaft, Bd. 2, 290 Seiten, br., 24,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1588-1
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