In diesem Buch wird das Modell des Sportartensystems durch die Anwendung der Differenzierungstheorie Niklas Luhmanns auf den Sport entwickelt. So wie die Gesellschaft in Funktionssysteme eingeteilt ist, um gesellschaftliche Kommunikation zu ermöglichen, ist jede einzelne Sportart in funktionale Teilsysteme differenziert, die die sportartspezifischen Bewegungen in Wettkampf und Training ermöglichen. Für jede Sportart lässt sich in unterschiedlicher Ausprägung neben dem jeweiligen Wettkampfsystem ein internes System für Politik, Recht, Erziehung, Wissenschaft, Medizin, familiäre Gemeinschaft, intime Kommunikation, Massenmedien, Wirtschaft, Religion, soziale Hilfe, Protest und Kunst nachweisen. Nach einem Überblick über den Forschungsstand zur Theorie des Sportsystems wird das Modell des funktional differenzierten Sportartensystems entwickelt. Die gesellschaftlichen Teilsysteme bilden dabei jeweils den Ausgangspunkt für die Konzipierung der entsprechenden sportartspezifischen Funktionssysteme. Anschließend wird das Modell anhand empirischer Forschungsergebnisse auf die Sportart Fußball übertragen. PressestimmenDenn insgesamt ist der theoretische Zugriff von Schulze […] hilfreich für ein (neues) Verständnis des Sportsystems und seinen vielfältigen Indienstnahmen anderer Systeme. Über solche Theoriefragen hinaus ist das Buch aber auch empfehlenswert als Überblick über den "state of the art" sportsoziologischer Forschung in den Bereichen Wettkampfsport und Fußball. 2005, Edition Global-lokale Sportkultur, Bd. 14, 298 Seiten, br., 24,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1579-9
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