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Franz-Michael Konrad (Hrsg.)

Sozialpädagogik im Wandel

Historische Skizzen


Die Beiträge dieses Bandes thematisieren ausgewählte Aspekte der Geschichte sozialer Fürsorge und Erziehung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 19. und auf der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. So wird der Begriff "Sozialpädagogik" historisch-systematisch entfaltet und an seine erstmalige Verwendung im Kontext schulreformerischer Debatten erinnert. Diskursanalytisch angelegt ist auch eine Studie, die der Entwicklung von Fürsorgetheorien in der frühen Kinderforschung nachgeht. Schließlich wird die Bedeutung religiösen Denkens im Konstitutionsprozess der modernen Sozialpädagogik bewusst gemacht und am Beispiel der in Amerika entwickelten Methode des Community Organizing und ihres Begründers exemplarisch vertieft. Institutionengeschichtlich akzentuieren Beiträge, die dem Einfluss der Jugendbewegung auf die konfessionelle Jugendpflege sowie der Sozialen Arbeit des Jüdischen Frauenbundes nachgehen. Eingeleitet wird das Buch von einem Text, der u.a. im Anschluss an die Theorie der Lieux de mémoire (Pierre Nora) für ein Verständnis der Geschichte Sozialer Arbeit und der Sozialpädagogik als "Erinnerungsort" gesellschaftlicher Konflikte wirbt.

Pressestimmen

Dieser Band stellt quasi ein Spotlight auf die Geschichte der Sozialpädagogik im 19. und beginnenden 20. Jhdt. dar. […] Historische Sozialpädagogik ist auch Erinnerungspolitik, Soziale Arbeit hat auch eine Gedächtnisfunktion und Soziale Arbeit bildet ein gesellschaftliches Gedächtnis der Konflikte. Aber auch der Zusammenhang von Schulpädagogik und Sozialpädagogik wird beleuchtet oder die Bedeutung der Religion für den Entstehungsprozess der Sozialpädagogik. Es zeigt sich mithin: Sozialpädagogik ist keineswegs nur eine anwendungsbezogene Gegenwartsdisziplin.
Jens Walter in: lehrerbibliothek.de


2005, Erziehung & Bildung, Bd. 1, 160 Seiten, br., 19,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1570-6

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