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Andreas Mohr

Das Wissen über die Anderen

Zur Darstellung fremder Völker in den fränkischen Quellen der Karolingerzeit


Die interkulturellen Begegnungen zwischen dem Volk der Franken zur Zeit Karls des Großen sowie dessen Nachfolgern und den benachbarten Zivilisationen der Byzantiner, Araber, Langobarden, Angelsachsen, Sachsen, Slaven und Normannen waren geprägt von ökonomischem Transfer, interreligiösen Auseinandersetzungen und militärischen Konflikten. Am Beispiel fränkischer Quellen des 8. bis 10. Jahrhunderts zeichnet die Studie jene Wissensbestände nach, die während der Karolingerzeit im Frankenreich über diese anderen Völker virulent waren. Zudem bietet sie einen Einblick in Motive und Stereotype der Darstellung Fremder sowie in die sozialen Konzepte, mit welchen im Frühmittelalter Eigenheit und Fremdheit definiert und nicht selten auch konstruiert wurden.

Autoreninfo

Andreas Mohr, geb. 1973, Studium der Geschichte und Politologie an der Universität Kassel 1992–1999, Kollegiat in dem DFG-geförderten Graduiertenkolleg "Reiseliteratur und Kulturanthropologie" an der Universität Paderborn 2000–2003, Promotion in Mittelalterlicher Geschichte 2003, seit April 2004 als Lehrbeauftragter an der Universität Kassel tätig.

Pressestimmen

Au total une étude descriptive qui s'impose par son érudition et touche à bien des aspects de la culture médiévale.
G. Michiels in: Bulletin Codicologique. 1. 2006.

Die Studie […] untersucht – in dieser Systematik erstmalig – das Wissen, welches im Frankenreich über fremde Völker herrschte. Dafür wertet Mohr rund 40 […] Quellen des 8. bis 10. Jh. aus […] Mohr gelingt es dabei, aus diesen Quellen ein charakteristisches gentiles Deutungsmuster ebenso herauszuarbeiten, wie ökonomische, politische, kulturelle und religiöse Beziehungen zwischen Franken und Fremdvölkern durchsichtig zu machen.
Klaus Wolf in: GERMANISTIK. Band 47. H.2/2006. S. 200.


2005, Studien und Texte zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit, Bd. 7, 350 Seiten, br., 34,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1522-5

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