Dieser Band der Volksliedstudien wendet sich zehn Sterbe- und Begräbnisliedern der christlichen Tradition zwischen 1500 und 2000 zu. Der Bogen reicht von Martin Luthers "Mitten wir im Leben sind" bis hin zur Dichtung "Der Himmel, der ist" des Schweizer Lyrikers Kurt Marti. Die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte dieser geistlichen Lieder zeigt sowohl ästhetische als auch religiös-mentale Veränderungen auf. Begleitet werden die Liedkommentare von ausgewählten Illustrationen. AutoreninfoNach einem Studium der Geschichte und der Theologie hat Michael Fischer die Dissertation "Ein Sarg nur und ein Leichenkleid. Sterben und Tod im 19. Jahrhundert" vorgelegt. Michael Fischer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg. Rebecca Schmidt hat in Mainz Germanistik, Philosophie und Theologie studiert. Ihre Dissertation "Gegen den Reiz der Neuheit" beleuchtet die katholische Gesangbuchrestauration im 19. Jahrhundert. Rebecca Schmidt ist Studienreferendarin in Koblenz. PressestimmenBemerkenswert an dem Band ist […] die breite Berücksichtigung katholischer Quellen; damit wird die Schwäche eines Grossteils der bisherigen hymnologischen Forschung ein Stück weit kompensiert. Die Einleitung von Michael Fischer gibt einen Überblick über Sterben und Tod in frömmigkeits- und kulturgeschichtlicher Perspektive und ordnet Kirchen- und Volkslieder in diese Entwicklung ein. Autorin und Autor legen ausführliche Studien zu zehn Liedern aus 500 Jahren vor, die um das Thema Tod und Begräbnis kreisen. […] Die vielen Illustrationen aus Gesangbüchern veranschaulichen so manchen Text. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis (Gesangbücher und Literatur) beschließt diesen gut gearbeiteten und gründlich recherchierten Band. ein erfreulicher Beitrag zur Interdisziplinarität zwischen Hymnologie und Kulturwissenschaften. 2005, Volksliedstudien, Bd. 6, 206 Seiten, br., 24,80 EUR, ISBN 978-3-8309-1501-0
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