Das Buch der Autorin Claude-Hélène Mayer stellt Forschungsergebnisse vor, die der Leserschaft einen tiefen Einblick in die Konstruktionen von kulturbezogenen Wirklichkeiten in Südafrika gestatten. Im Zentrum steht die hermeneutisch verankerte Analyse von aktuellen, erzählten Konflikterfahrungen, die um Themen von Identität, Selbst- und Fremdbilder, Apartheidsrekonstruktionen und die neue Regenbogen-Nation kreisen und über fünf Jahre in mehrmonatigen Feldforschungen erhoben wurden. Parallel zum eher forschungsbezogenen Nutzen der Ergebnisse gibt das Buch Auskunft über aktuelle kulturspezifische Wirklichkeits- und Identitätskonstruktionen aus emischer Perspektive, die für Interessierte eine neue Sichtweise auf die gesellschaftliche Situation bieten und einen Zugewinn an interkultureller Kompetenz verschaffen: Die Menschen in Südafrika leben eine besonders dynamische Form ihrer unverwechselbaren "Einheit in der Vielfalt". AutoreninfoClaude-Hélène Mayer ist Ethnologin (M.A.), systemische Beraterin, Mediatorin und Ausbilderin für Mediation (BM). Während ihrer Promotion, die sie an der Georg-August-Universität Göttingen absolvierte, forschte sie in Südafrika zu den Themen Konfliktwahrnehmung, Identität und Werte. Seit einigen Jahren arbeitet sie am Institut für Interkulturelle Praxis und Konfliktmanagement (IIPK). Spezialisiert hat sie sich auf die Bereiche interkulturelle Mediation und interkulturelles Training mit regionalem Schwerpunkt Südliches Afrika. 2005, 350 Seiten, br., 29,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1478-5
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