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Christiane Pruisken

Interessen und Hobbys hochbegabter Grundschulkinder

Formeln statt Fußball?


Hochbegabte sollen intensive, anspruchsvolle, nicht altersgemäße Interessen haben. Diesen sollen sie besonders engagiert, ausdauernd und selbständig nachgehen. So steht es in vielen Beschreibungen hochbegabter Kinder, in Checklisten und Ratgebern zum Thema, so werden spezielle Kurse für Hochbegabte begründet. Über die aktuelle Kindergeneration wird dagegen geklagt, sie sei besonders gering interessiert.

Diese Arbeit aus dem Marburger Hochbegabtenprojekt untersuchte die Interessen und Hobbys intellektuell hochbegabter im Vergleich zu durchschnittlich begabten Grundschulkindern sowie einer unausgelesenen Stichprobe von Viertklässlern. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder heutzutage nicht allgemein desinteressiert und passiv sind. Hochbegabte unterscheiden sich auch in ihren Interessen in der Regel kaum von Altersgleichen.

Autoreninfo

Christiane Pruisken, Jahrgang 1973, studierte Psychologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Philipps-Universität Marburg, Diplom 1999. Während des Studiums und danach arbeitete sie bis Ende 1999 im Marburger Hochbegabtenprojekt, seit 2000 ist sie in der Begabungsdiagnostischen Beratungsstelle BRAIN am Fachbereich Psychologie der Universität Marburg tätig.

Pressestimmen

Insgesamt liegt ein interessantes Fachbuch vor, das einen umfassenden Einblick in die Interessensforschung und das Interessensspektrum heutiger Grundschüler bietet.
Almuth Schlagmüller in: www.karg-stiftung.de

Insgesamt aber ist das Niveau der Darstellung der empirischen Vorgehensweise vorbildlich hoch. […] Das Buch setzt damit die Tradition der Marburger Arbeitsgruppe fort, populäre Annahmen zur Hochbegabung kritisch zu hinterfragen, einer strengen empirischen Prüfung zu unterziehen und praktische Implikationen für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher abzuleiten.
Christoph Perleth in: EWR 4 (2005), Nr. 6 (November/Dezember 2005).

Was macht diese Studie so interessant für Eltern von hoch begabten Kindern? Sie macht deutlich, dass die Ratgeberliteratur – oft von Betroffenen geschrieben – häufig nur Klischees weitergibt wie das Bild des hochbegabten Sonderlings.
LVH aktuell. (Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V.) Nr. 16/2006. S. 29.

Die Ergebnisse dieser Doktorarbeit bringen unter anderem […] zutage, was auch in der Sportpädagogik interessieren sollte.
Harald Lange in: SportPraxis. 4/2007.


2005, Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie, Bd. 50, 248 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-8309-1472-3

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