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Günter Wiegelmann

Alltags- und Festspeisen in Mitteleuropa

Innovationen, Strukturen und Regionen vom späten Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert


Als 1967 Günter Wiegelmanns "Alltags- und Festspeisen" erschienen, waren sich die deutsche und die internationale Fachwelt einig, dass hier in einem bis dahin kaum bestellten Feld herausragende Grundlagenforschung geleistet worden war. Die "Alltags- und Festspeisen" wurden schnell zum Klassiker, die weit über die Fach- und Landesgrenzen hinaus hohe Anerkennung und vielfältige Rezeption erfuhren. Aufgrund der fortwährend großen Resonanz des Werkes hat Günter Wiegelmann es nunmehr in einer erweiterten Zweitauflage herausgebracht. In dieser aktualisierten Ausgabe hat er die seit 1967 erschienene Literatur, soweit sie zu seinen Thesen und Ergebnissen explizit Stellung nimmt, noch einmal kritisch gesichtet. Neben der Diffusion des Kartoffelanbaus und der Kartoffelspeisen, dem Rückgang des Hirseanbaus und der Hirsespeisen und der Diffusion des Kaffeetrinkens in Mitteleuropa hat der Autor seine Arbeit u.a. mit Reaktionen der Fachwelt, einem Literaturverzeichnis von 1967–2005 sowie einem Kartenanhang ergänzt. Da Wiegelmann sich hierbei auf die Folgediskussionen seiner eigenen Thesen und Ergebnisse beschränkt hat, findet diese erweiterte Zweitauflage somit eine klar umrissene und in sich schlüssige Ergänzung.

Pressestimmen

Das erweiterte neue Buch von Günter Wiegelmann ist unerschöpflich im Reichtum seiner Beobachtungen, Informationen und Wertungen. Es bezeugt den hohen Stand und die weit in die Zukunft weisende Geltung einer dem Menschen dienenden Wissenschaft, der Günter Wiegelmann seit Jahrzehnten aufopfernd dient.
Walter Wimmer in: Borbecker Nachrichten, 10. August 2006.

Die mit einem präziseren Titel und einer umfänglichen Nachschrift versehene Neuauflage dieser Habilitationsschrift von 1967 wird lebhaft begrüßt, da sie in der zentraleuropäischen volkskundlichen Nahrungsforschung eine bis heute fortwirkende methodische wie inhaltliche Wende einleitete, welche besonders die Kulturgeographie und Kulturgeschichte berührte.
Prof. Dr. Hans Jürgen Teuteberg in: WLA-online-Archiv 45. Jg. (2006/2), S. 82.

Wiegelmann registriert und kommentiert die in der Tat breite Rezeption und Diskussion seiner Befunde. Dadurch entsteht eine Art wissenschaftsgeschichtlicher Überblick über 40 Jahre Diskussion, die an die jeweiligen Kapitel des "Urtextes" anschließt. […] Wiegelmann hat ein veritables Stück Wissenschaftsgeschichte geschrieben, […] Und es darf angemerkt werden, dass die heutige SIEF-Kommission für ethnologische Nahrungsforschung ganz wesentlich auf diese Impulse zurückgeht. [..] Gerade deshalb bleibt das Werk heute – neben seiner Methodik und der generellen Frage nach volkskundlicher Atlasforschung – zentraler Quellenfundus und Folie nicht nur ethnologischer Nahrungsforschung.
Konrad Köstlin in: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde. LX/109. H. 4/2006. S. 494.

Gerade Nichtvolkskundlern sei dieses Buch ans Herz gelegt, denn es öffnet die Tür zu einem kulturwissenschaftlichen Verständnis von Essen und Ernährung. Und all dies in einer wunderbar sachlichen, unpretenziösen Sprache, die auf die Kraft von Argumenten aufbaut, und auf Leser zielt, die dieses noch zu schätzen wissen.
Uwe Spiekermann in: Ernährung im Fokus 7, 2007, Nr. 1.

[…] die vom Fachpublikum lang ersehnte erweiterte Neuauflage.
Lars Winterberg in: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 52 (2007), S. 350f.


2006, Münsteraner Schriften zur Volkskunde/Europäischen Ethnologie, Bd. 11, 360 Seiten, 2. erw. Auflage, 26 Karten, br., 54,00 EUR, ISBN 978-3-8309-1468-6

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