Asbest hat einen schlechten Ruf. Zuerst enthusiastisch gefeiert, wurde der vielseitig einsetzbare Bau- und Dämmstoff seit dem 20. Jahrhundert als "Killer Dust" zum Synonym für die gesundheitsgefährdenden Schattenseiten der Industriegesellschaft. Heute ist Asbest in vielen Ländern verboten. Was kaum bekannt ist: Asbest hat eine viel hundertjährige Geschichte. Die Wahrnehmungen und die Verwendungen des Minerals von der Antike bis ins 19. Jahrhundert werden hier erstmals in einem größeren kulturellen und wissenschaftsgeschichtlichen Zusammenhang dargestellt. Ein Ausblick auf die Entwicklung der Asbestindustrie, der Entdeckung der tödlichen Lungenkrankheit Asbestose und die Maßnahmen, die zum Verbot dieses Stoffes führten, runden die Arbeit ab. AutoreninfoJan Ulrich Büttner studierte Geschichte und vergleichende Literaturwissenschaft in Tübingen, Groningen (NL) und Bremen. Er war Mitarbeiter im Forschungsprojekt "Nomen et Status", das sich mit den "Unterschichten" in fränkisch-karolingischen Urbaren und Inventraren des 8. und 9. Jahrhunderts beschäftigt. Seit Oktober 2002 ist er Assistent am Lehrstuhl Mittelalter an der Universität Bremen. PressestimmenDie Vorzüge der Arbeit liegen auf der Hand: Dank der umfasssenden und systematischen Erschließung aller bekannten und relevanten Texte sowie ihrer sachkundigen Einordnung und Interpretation ist es nunmehr möglich, auf gesicherte Kenntnisse zur vorindustriellen Asbestgeschichte zurückzugreifen. […] Zudem leistet Büttner mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Naturwahrnehmung im Bereich der Mineralogie. 2004, Cottbuser Studien zur Geschichte von Technik, Arbeit und Umwelt, Bd. 24, 332 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-8309-1402-0
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