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Christiaan Janssen

Abgrenzung und Anpassung

Deutsche Kultur zwischen 1930 und 1945 im Spiegel der Referatenorgane Het Duitsche Boek und De Weegschaal


Zwischen den beiden Weltkriegen gab es einen regen kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den Niederlanden. Nach 1933 verlegten einige deutsche Intellektuelle ihren Wohnsitz in die Niederlande. Über das Wirken der Emigranten in niederländischen kulturellen Kreisen sind viele Publikationen erschienen, weniger erforscht sind bisher die Kontakte niederländischer Wissenschaftler, besonders der Germanisten, zu den im Dritten Reich verbliebenen Wissenschaftlern und Autoren. Zur Aufarbeitung dieses Aspekts der deutsch-niederländischen Beziehungen will der Band einen Beitrag leisten. Anhand der Referatenorgane Het Duitsche Boek (1930–1933) und De Weegschaal (1934–1944) sollen Verschiebungen und Kontinuitäten in der niederländischen Bewertung deutscher Kultur aufgezeigt werden.

Autoreninfo

Christiaan Janssen, geboren 1972 in Maastricht (NL), studierte Duitsland-Studies (Deutschlandstudien) an der Katholieke Universiteit Nijmegen (NL) und ist dort seit 1997 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Querverbindungen zwischen Geschichts- und Literaturwissenschaft bilden den Forschungsschwerpunkt. Zudem arbeitet er seit 2002 als freiberuflicher Übersetzer für verschiedene Textagenturen im Niederrhein.

Pressestimmen

Zu den Stärken des Buches von Janssen gehört die vollständige und gründliche Asuwertung aller 14 Jahrgänge der HDB/DW. Die Analyse der Besprechungen fußt zudem auf einer Fülle von Hintergrundmaterial über die Verfasser der Rezensionen, die Autoren der besprochenen Bücher und den deutschen und niederländischen Buchmarkt. Einbezogen werden auch Archivalien […] Janssen weist überzeugend nach, dass die niederländische Germanistik den NS-Tenedenzen der deutschen Bücher relativ unkritisch gegenüberstand […] "Abgrenzung und Anpassung" stellt einen Baustein in der Erforschung der deutsch-niederländischen Kulturbeziehungen vor 1945 dar
Christoph Strupp in: H-Soz-u-Kult vom 25.04.2005. URL: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2005–2–059

Vor dem Hintergrund der Geschichte der niederl. Germanistik in der Zwischenkriegszeit rekonstruiert der Autor aufgrund einer gediegenen integrativen Analyse der insgesamt 3.586 Beiträge und Besprechungen nicht nur die Sicht der Verf. auf die Buchproduktion des Dritten Reiches, sondern auch ihr (spezifisch niederl.) Bild vom nationalsozialistischen Deutschland. Dabei fällt u.a. auf, daß Emigrantenliteratur und niederl. Übersetzungen dt. Belletristik in den beiden Zeitschriften weitgehend unbeachtet geblieben sind.
Leopold Decloedt in: Germanistik. Band 45 (2004) Heft 3/4, S. 730f.

Janssen heeft met dit interessante boek een nuttige bijdrage geleverd aan onze kennis van de receptie van de Duitse nationaal-socialistische literatuur in Nederland.
G.R. Zondergeld in: Bijdragen en mededelingen Betreffende de Geschiedenis. 1/2006. S. 179f.


2003, Studien zur Geschichte und Kultur Nordwesteuropas, Bd. 7, 390 Seiten, geb., 29,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1335-1

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