Evaluation kann im gesamten deutschsprachigen Raum eine seit Jahren anhaltende Hochkonjunktur verzeichnen, der durch die internationale Schulleistungsvergleichsevaluation PISA zusätzliche Brisanz beschieden ist. Ohne ihre tatsächlichen Wirkungen zu kennen, besteht nach wie vor die unhinterfragte Gewissheit, Evaluation trage tatsächlich und in jedem Fall zur Qualitätssteigerung und Qualitätsentwicklung von Bildungsleistungen und Bildungsprogrammen bei. Diese Studie untersucht die Folgen von Evaluation anhand der Frage, ob, wie und unter welchen Bedingungen Evaluationsergebnisse rezipiert und in Veränderungsmaßnahmen überführt werden, welche Bedingungen Nutzungsprozesse begünstigen oder falsche Nutzung verringern. Sie zeigt im Ergebnis, dass Evaluation ihren Anspruch, ein Element von und ein Wegweiser zur Umsetzung von Evaluationswissen zu sein und damit ein Paradigma der Steuerungsinstanz zu verkörpern, noch nicht eingelöst hat. AutoreninfoMargrit Stamm hat nach mehrjähriger Tätigkeit als Lehrerin Pädagogik, Psychologie und Soziologie studiert und 1992 an der Universität Zürich promoviert. Sie leitet das Institut für Bildungs- und Forschungsfragen und hat sich mit dieser Arbeit an der Universität Fribourg habilitiert. PressestimmenDie gut lesbare und nachvollziehbare Arbeit regt zur intensiveren Beschäftigung mit dem Themenfeld Evaluation und seiner gesellschaftlichen Bedeutung an und liefert Pädagogen wichtige Argumente für die hierzu sicher noch notwendig werdende Nutzungsdebatte. Für Wissenschaftler ist dieser Band eine Fundgrube, wenn Evaluationsprojekte konzipiert werden sollen. Gerade durch die zunehmende Forderung nach Selbst- und Fremdevaluation ist es wichtig, nicht nur aus einem vorwissenschaftlichen Alltagsverständnis an Evaluationen heran zu gehen, sondern aus einer gründlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema professionell handeln und argumentieren zu können. 2003, IHS, Bd. 419, 444 Seiten, br., 34,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1309-2
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