Der Zusammenhang von Musik und Emotion ist gemeinhin unumstritten und alltäglich von jedermann zu erfahren: Das Musikhören kann die unterschiedlichsten Gefühle beim Rezipienten hervorrufen. Doch welche konkreten emotionalen Prozesse spielen sich innerhalb des therapeutischen Musizierens ab? Welche Emotionen erfolgen bei einer Improvisation? Dieser Frage geht Thomas Wosch anhand authentischer klinischer Beispiele nach. Dazu wird ein innovatives Untersuchungsinstrumentarium auf emotionspsychologischer Basis entwickelt, welches emotionale Prozesse von Klient und Therapeut mikroanalytisch differenziert aufzeigt. Sowohl für die Forschung als auch die Praxis der Musiktherapie werden damit neue und integrative Perspektiven zur Erkundung und Nutzung emotionaler Mikroprozesse geboten, welche fachübergreifend auch die psychotherapeutische Prozessforschung, die Emotions- und Musikpsychologie verbinden. AutoreninfoThomas Wosch, Jahrgang 1966, promovierte mit dieser Arbeit an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Der Magister derMusikwissenschaft, Psychologie und Soziologie sowie Musiktherapeut der DMVO arbeitete ein knappes Jahrzehnt in psychiatrischen Kliniken und an der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen und ist im Rahmen nationaler und internationaler musiktherapeutischer Gremien tätig. Seit 1998 ist er Dozent für Musiktherapie im Studiengang Diplom-Heilpädagogik und Mitbegründer des Studienganges Diplom-Musiktherapie der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH). PressestimmenInsbesondere für forschende Kolleginnen und Kollegen ist das Buch eine Fundgrube. Wosch konzentriert sich […] auf die grundsätzlichere Frage, a) wie und ob überhaupt sich ein Erlebnisablauf bereits im zeitlichen Mikroprozeß einer musiktherapeutischen Improvisation abspielt, und hantiert dann mit den fünf Grundgefühlen, indem er fragt, b) welche Rolle die einzelnen Emotionsqualitäten dabei übernehmen und c) ob es Möglichkeiten gibt, die Emotionsqualitäten und ihre möglichen Veränderungen im musikalischen Material zu erkennen oder gar zu unterstützen. Dementsprechend formuliert er seine drei, diese Annahmen bestätigenden Hypothesen. […] Als sehr bemerkenswertes Ergebnis kann hervorgehoben werden, daß […] die drei aufgestellten Hypothesen verifiziert werden konnten. 2002, Musik als Medium, Bd. 4, 370 Seiten, 34 Abb., br., 34,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1168-5
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