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Das Vertrauen zwischen Lehrern und Schülern ist eine zentrale Variable für die Qualität dieser pädagogischen Beziehung. Für die Schülerperspektive zeigen empirische Befunde wiederholt, dass vertrauende Schüler ihre gesamte Lernsituation positiver wahrnehmen. In dieser Studie wird zunächst die bisher vernachlässigte Lehrerperspektive fokussiert. Im Rahmen einer mehrphasigen empirischen Untersuchungsreihe zeigt sich zunächst, dass Lehrer dem Vertrauen eine doppelte Bedeutung beimessen: Vertrauen ist gleichermaßen Erziehungsziel und Erziehungsmittel. Unter einer dyadischen Perspektive ergeben sich ferner bedeutsame Einflussfaktoren auf die Genese konkreter Vertrauensbeziehungen in der Schulklasse, so besteht u.a. ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem vom Lehrer investierten Vertrauen und der Leistungsfähigkeit seiner Schüler. AutoreninfoBarbara Thies, Dipl.-Psych. Dr., Jahrgang 1968, studierte an der Ruhr-Universität Bochum Psychologie. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 1998 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Vechta. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Vertrauensforschung. PressestimmenIch bediene mich dieser Veröffentlichung seit ihrem Erscheinen in allen lehrerpädagogischen Trainings und in der Entwicklung von Instrumenten zur Messung von Vertrauensqualitäten bzw. Vertrauensvariablen. Frau B. Thies spreche ich die große Bedeutung zu, dass die in der Antike als zentral formulierte Kernaussage: die pädagogische Beziehung sei das zentrale Fundament jedweder Form von Erziehung und Bildung heute wieder "hoffähig" macht. Die Besonderheit dieser Veröffentlichung liegt für mich darin, dass hier jene Anforderungen an die Pädagogen wieder deutlich herausgestellt werden, mit denen sie die Selbstentfaltung der Kinder unterstützen können und die Kernentwicklungen sanft steuern können. 2002, Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie, Bd. 30, 288 Seiten, br., vergriffen, ISBN 978-3-8309-1151-7
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