Rembrandt ist wohl der bekannteste unter den Künstlern aus dem 17. Jahrhundert, die in niederländischen Novellen, Romanen und Dramen aus dem 19. Jahrhundert zu nationalen Idolen stilisiert werden. Auch die Dichter Joost van den Vondel (1587–1679) und Maria Tesselschade Roemers (1594–1649) erhalten durch die historische Literatur einen festen Platz in der nationalen Mythologie der Niederlande. AutoreninfoMaria-Theresia Leuker (Jhg. 1957) lehrt als Professorin für Niederländische Philologie an der Universität zu Köln. Nach dem Studium der Niederländischen Philologie, Katholischen Theologie und Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster promovierte sie dort 1991 zum Dr. phil. Anschließend war sie als Wissenschaftliche Assistentin am Münsteraner Institut für Niederländische Philologie tätig. 1998 habilitierte sie sich mit der hier vorgelegten Studie; 2000 folgte die Ernennung zur Universitätsprofessorin an der Universität Köln. PressestimmenDiese Studie, der die Habilitationsschrift der Autorin von 1998 (Fachbereich Philologie der Universität Münster) zugrunde liegt, hat es in sich; sie enthält wesentlich mehr als der Titel vermuten läßt. […] Künstler-Erzählungen eines Schriftstellers des 19. Jahrhunderts sind der Gegenstand dieser literaturwissenschaftlichen Untersuchung, und es ist erstaunlich, was die Autorin daraus gemacht hat. Sie dringt über Alberdingk Thijm hinaus weit in die niederländische Gesellschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts vor, läßt sich eingehend auch auf einschlägige Situationen des 17. Jahrhunderts ein, und sie hat – das verdient Respekt – ihre Untersuchung mit einem konzeptionellen und methodischen Instrumentarium durchgeführt, mit dem sie aktuelle Tendenzen mehrerer Forschungsdisziplinen aufgegriffen und miteinander kombiniert hat. […] Eine ergiebige und mutige wissenschaftliche Untersuchung, die zu Diskussionen anregt und herausfordert. 2001, Niederlande-Studien, Bd. 26, 388 Seiten, 18 Abb., geb., 39,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1116-6
|