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Joachim Schroeder
Bildung im geteilten Raum
Schulentwicklung unter Bedingungen von Einwanderung und Verarmung
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Wie funktionieren Schulen an den Rändern der Gesellschaft? Schulentwicklung vollzieht sich in sozialen Räumen, die gesellschaftlichen Teilungsprozesen unterliegen: Die soziale Ungleichheit des symbolischen Gesellschaftsraumes entfaltet sich in die Fläche des bewohnten Raumes.
Am Beispiel des Hamburger Stadtteils Wilhelmsburg werden die Reaktionen von Bildungsinstitutionen auf Verräumlichungsprozesse sozialer Ungleichheit untersucht. Die Entwicklung in diesem großstädtischen Quartier ist durch eine über Jahrzehnte wirksame Einwanderungs- und Verarmungsdynamik gekennzeichnet.
In historischen und systematisch vergleichenden Studien wird rekonstruiert, mit welchen bildungspolitischen und schulorganisatorischen Maßnahmen auf die sprachliche, kulturelle und soziale Heterogenität der Schülerschaft reagiert wird.
Diesen Maßnahmen zur Gestaltung eines lokalen Bildungssystems, so die These des Buches, ist eine Grammatik der Schulentwicklung unterlegt, deren Logik und Regeln die Konstruktion von Bildungsräumen strukturieren. In der Entzifferung dieser grammatischen Strukturen werden allgemeine Wirkungen und Probleme der modernen Schule sichtbar; durch eine konsequent raumbezogene Schulentwicklung lassen sich aber auch Lösungsansätze zum Abbau von Bildungsbenachteiligungen gewinnen.
Autoreninfo
Joachim Schroeder, Dr. rer. soc. habil., Diplompädagoge. Studium für das Lehramt an Hauptschulen, Erweiterungsstudium zum Ausländerppädagogen, diplomstudium mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik. Mehrjährige Arbeits- und Forschungsaufenthalte in verschiedenen Ländern Lateinamerikas. Seit 1995 Assistent am Institut für Interkulturelle Bildung am Fachbereich erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Pädagogik mit Kindern und Jugendlichen in erschwerten Lebenslagen, Insterkultureller Unterricht, Jungenarbeit.
2002, IHS, Bd. 380, 358 Seiten, br., 29,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1112-8
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