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M. Latif Durlanik
Notizen und verbales Planen
Diskursanalytische Untersuchungen zum Konsekutivdolmetschen Türkisch/Deutsch
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Anhand authentischer Sprachaufnahmen wird in diesem Band eine pragmatische Konzeption des konsekutiven translatorischen Handelns zwischen dem Deutschen und dem Türkischen vorgelegt. Das Konsekutivdolmetschen wird dabei als das reproduzierende Handeln eines Boten verstanden, der nicht als Aktant eigenen Rechts, sondern im Auftrag eines anderen spricht.
Während beim Konsekutivdolmetschen der Dolmetscher erst einen ganzen Turn rezipiert und dann für die zielsprachliche Translation einen Handlungsplan bildet, beginnt er beim Simultandolmetschen bereits während der Äußerung mit dem sprachlichen Handeln in der Zielsprache. Für die Planung beim Konsekutivdolmetschen ist also die Rolle des Gedächtnisses zentral. Notate dienen als schriftsprachliche Gedächtnisstützen. Mit diskursanalytischen Verfahren werden die sprachlichen Formen der einzelnen Notate empirisch untersucht und ihre Rolle als Wissensspeicher festgestellt. Dabei stellt sich heraus, daß Notate vorwiegend aus Symbolfeldausdrücken bestehen. Es wird unterschieden zwischen rezeptionsbezogenen (Hörerpläne) und produktionsbezogenen (Sprecherpläne) Notaten. Die Sprachenpräferenz beim Notieren hängt interessanterweise nicht allein von der jeweiligen Erstsprache der dolmetschenden Person, sondern auch von der zu transferierenden Diskursart und von Hörerplanbildung vs. Sprecherplanbildung ab.
English summary
Autoreninfo
M. Latif Durlanik, geboren 1960 in Çankiri/Türkei, Studium der Germanistik in Ankara, der Angewandten Sprach- und Kulturwissenschaften in Mainz/Germersheim, der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Hamburg, Promotionsstudium an derselben Universität im Arbeitsbereich Deutsch als Fremdsprache I. Derzeitig an der Universität Bremen als Lehrkraft für besondere Aufgaben tätig.
2001, Mehrsprachigkeit, Bd. 10, 296 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-8309-1089-3
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