Was ist Unterrichtsqualität und wie kann man sie messen? Die Qualität von Unterricht lässt sich nicht unmittelbar erfassen, sondern nur vermittelt über die Urteile von Schülern, Lehrern oder Unterrichtsbeobachten. Gegenstand dieses Buches ist der Vergleich der Unterrichtswahrnehmungen von Schülern, Lehrern und Videobeurteilern als ein Kernproblem der empirischen Forschung zur Unterrichtsqualität. Dabei werden die Übereinstimmung und die prädiktive Bedeutung der verschiedenen Wahrnehmungen für die Entwicklung von Mathematikleistung und Fachinteresse betrachtet. Die Arbeit nutzt Daten der dritten internationalen Mathematik- und Naturwissenschaftsstudie (TIMSS) und der Unterrichtsstudie TIMSS-VIDEO. AutoreninfoMarten Clausen, Jahrgang 1968, Studium der Psychologie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Diplom-Psychologe, Promotion 2000 an der Freien Universität Berlin. Nach dem Diplom Promotionsstipendiat der Max-Planck-Gesellschaft und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Seit 2000 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Mannheim. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der empirischen Lehr-Lern-Forschung, insbesondere im Bereich der Qualität von Schule und Unterricht. PressestimmenEs gelingt Clausen, ein eigenes Modell zu entwickeln, das die Übereinstimmung zwischen zwei Perspektiven als eine Funktion von geteilten Wahrnehmungsbedingungen sowie spezifischen Anteilen und Aspekten der zu beurteilenden Unterrichtsmerkmale beschreibt. […] Zusammenfassend beurteilt, handelt es sich bei diesem Buch um eine Pionierleistung sowohl im Hinblick auf die theoretische Nutzbarmachung und Synthese verschiedener Forschungstraditionen für die Frage nach der Perspektive der Unterrichtsbeurteilung als auch im Hinblick auf die darauf basierenden empirischen Untersuchungen. 2002, Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie, Bd. 29, 232 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-8309-1071-8
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