Die Frage nach Kontinuität und Diskontinuität ist in den Geschichtswissenschaften und besonders in der ur- und frühgeschichtlichen Archäologie ein zentrales Thema. Dieses Buch analysiert unter Aufarbeitung der Forschungsgeschichte erstmals die theoretischen und methodologischen Grundlagen der Begriffe und Konzepte. Darauf aufbauend werden archäologische Fallstudien – der eisenzeitliche Hunsrück-Eifel-Raum und der Übergang von der Cortaillod- zur Pfyner-Kultur am Zürichsee – quellenkritisch untersucht. Anschließend wird eine systematische Sammlung ethnographischer Daten zu Herstellung und Veränderung von Keramik ausgewertet, um beispielhaft Ursachen und Hintergründe von Konstanz und Wandel materieller Kultur zu erschließen. Pressestimmender Autor [hat] eine interessante und nützliche Untersuchung vorgelegt, die hoffentlich Nachahmer/-innen findet. Nach zahlreichen theoretischen Beiträgen zur Ethnoarchäologischie und Vergleichen zwischen einzelnen Ethnien und prähistorischen Kulturen wird hier in großem Umfang ethnographisches Material zur Keramikforschung ausgewertet und für die hier behandelte wie für weitere archäologische Fragestellungen nutzbar gemacht. formidable Materialsammlung 2001, Tübinger Schriften zur ur- und frühgeschichtlichen Archäologie, Bd. 6, 334 Seiten, Mappe mit 7 großformatigen Beilagen, br., 49,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1061-9
|