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Helmut Sienknecht

Sondern für das Leben

Erinnerungen an Schule und Lehrerausbildung in Hamburg von 1942 bis zur Gegenwart


In der Worweihnachtszeit 1943 wurde ein Julklapp veranstaltet – jeder Schüler zog einen Namen aus einem Säckchen und musste für den, den er fand ein Geschenk verpacken. Ich zog Siegfried. Mein Vater hatte uns ein Päckchen aus Sofia geschickt, mit Schokolade, damals sehr kostbar und selten. Dass ich mich von meinem Anteil trennen wollte, erstaunte meine Mutter, aber sie stimmte lobend zu.
Am nächsten Tag fehlte Siegfried und so erhielt Holger mein Päckchen. Ich war entsetzt, denn ich hasste und verachtete Holger wegen seines lauten und aufdringlichen Wesens. Zu widersprechen war unmöglich, und ich musste ohnmächtig zusehen, wie Holger sich in kürzester Zeit die Schokolade einverleibte.

Seit fast sechzig Jahren bewegt sich Helmut Sienknecht nun von einer Bildungsanstalt zur anderen. In bunten Farben schildert er seinen Bildungsgang von der Grundschule bis zur Professur. Mit vielen lustigen, aber auch traurigen Erinnerungen zeichnet der waschechte Hamburger ein interessantes Zeitzeugnis und liebevolles Bild seiner Stadt.


2001, Erinnerungen, Bd. 3, 164 Seiten, br., 9,90 EUR, ISBN 978-3-8309-1049-7

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