Wie Erzieherhandeln institutionell vermittelt wird und welche moralischen Spannungen dabei entstehen, sind die zentralen Fragen dieser Untersuchung. Kritisch betrachtet der Autor die Theorien von Kant, Habermas, Mollenhauer, "Mut zur Erziehung" und Kohlberg, analysiert sodann die Verrechtlichung des Schulverhältnisses, die Professionalisierung und Berufsethik sowie das elterliche Züchtigungsrecht und kommt zu dem Schluss: Recht transportiert die sozialen Regeln der Erwachsenengesellschaft in das konfliktreiche Erziehungsverhältnis, bewirkt Autonomiegewinne für Kinder und Schüler und überlässt moralischen Einstellungen den komplementären Platz individueller Selbstkontrollen. AutoreninfoSönke Abeldt, Jg. 1971, Studium der Politikwissenschaft, 1998 Förderpreis-Träger der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, 1998–2000 Stipendium der Universität Hamburg, 2000 Promotion am Fachbereich Erziehungswissenschaft in Hamburg. 2001, IHS, Bd. 359, 312 Seiten, br., 25,50 EUR, ISBN 978-3-8309-1012-1
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