Münster
New York

Katrin Bauer

Gotteshäuser zu verkaufen

Gemeindefusionen, Kirchenschließungen und Kirchenumnutzungen

2011, Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, Band 117, 182 Seiten, gebunden, mit zahlreichen farbigen Abbildungen und DVD, 29,90 €, ISBN 978-3-8309-2472-2




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Inhalt

Beide großen Kirchen befinden sich aktuell in einem dramatischen Umformungsprozess: Demographischer Wandel, vermehrte Kirchenaustritte und Abnahme der Neueintritte führen zu einem massiven Rückgang der Kirchensteuereinnahmen. Folge ist, dass zahlreiche Gotteshäuser zur Disposition stehen, verkauft, verpachtet oder sogar abgerissen werden.
Steht die Schließung einer Kirche an, formiert sich schnell Protest: Gemeindemitglieder trauern um ihre soziale Heimat, Denkmalpfleger warnen vor dem Verlust, Bürgermeister fürchten um die Attraktivität ihrer Stadt. Auch die Nachnutzungsformen sind keinesfalls beliebig: die Amtskirchen legen strenge Richtlinien an mögliche Nachnutzer an.

Dies alles zeigt: Trotz voranschreitender Entkirchlichung bewegt die Aufgabe von Gotteshäusern die Menschen. In diesem Spannungsverhältnis zwischen Wertepluralismus und Bedeutungsverlust der Kirchen einerseits und dem offensichtlichen Wunsch nach Leitbildern andererseits setzt die Studie der Volkskundlichen Kommission für Westfalen an.

In einer Mikrostudie werden die Folgen von Gemeindefusionen und Kirchenschließungen für die betroffenen gesellschaftlichen Gruppen untersucht und es wird danach gefragt, was passiert, wenn es heißt: Gotteshäuser zu verkaufen.

Autoreninfo

Dr. Katrin Bauer ist Wissenschaftliche Referentin der Abteilung Volkskunde im LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte. Sie studierte Volkskunde, Kunstgeschichte und Neuere Geschichte an der Universität Bonn. Mit einem Graduiertenstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung promovierte sie 2010 über „Jugendkulturelle Szenen als Trendphänomene“. Bei der Volkskundlichen Kommission für Westfalen (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) absolvierte sie ein wissenschaftliches Volontariat, nach mehreren Lehraufträgen arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde an der Universität Bonn und war im Rahmen des DFG-Projekts „Transformation der Religion in der Moderne“ als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Neuere Geschichte der Ruhr-Universität Bochum tätig. Ihr Forschungsschwerpunkte sind Brauch- und Ritualforschung, Jugendkulturen, populare Spiritualität und Erinnerungskultur.

Pressestimmen

Die Autorin Katrin Bauer bietet im Buch einen fundierten wissenschaftlichen Überblick und schildert beispielhafte Fälle der Umnutzung.

Jan Rinke in: architektur stadt ms, 4. 2011.


Autorin Katrin Bauer lässt an Beispielen in den katholischen Bistümern Essen, Münster und Paderborn sowie der Evangelischen Kirche von Westfalen sehr deutlich werden, dass eine Kirche eben kein Gebäude wie jedes andere ist.

Pressedienst Bistum Münster, 61. Jg./ Nr. 15.


Für alle, die mit Umnutzungen von Kirchen zu tun haben, bieten Buch und DVD eine wertvolle Möglichkeit, die sich mit der Thematik vertraut zu machen.

Metamorphosen, 3. 2011.


So gibt das materialreiche Buch nicht nur gut fundierte Auskunft über den Umgang der krichlichen „Basis“ mit Kirchenschließungen, sondern auch Stoff zum Nachdenken für die institutionellen Akteure in den unvermeidlichen künftigen Entscheidungsprozessen.

Andrea K. Thurnwald, in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 2012.


Situationen und Handlungen der Akteure beschreibt Katrin Bauer detailliert. Dieses besonders spannende Szenario zeigt die überwiegende Eigenaktivität vor Ort und die Handlungsstarre der Institutionen.

Sachsen-Anhalt. Journal für Natur- und Heimatfreunde, 3/2014


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