Münster
New York
München
Berlin
Inhalt
Am 23. Februar 1999 verwüstete eine Lawine Ortsteile von Galtür, die seit Jahrhunderten als sicher galten und in der grünen Zone lagen. Neben zahllosen Verletzten forderte die Katastrophe 31 Menschenleben, davon 25 Urlaubsgäste und sechs Einheimische.
Weil ein derartiges Geschehen Spuren in den Dorfbewohnern hinterlassen haben muss, ging der Autor im Rahmen einer psychoanalytisch-ethnologischen Feldforschung der Frage nach, ob und inwieweit die Einheimischen das Desaster verarbeitet haben. Er kam zu überraschenden Ergebnissen, die dem offenen Horizont eines interdisziplinären Zugangs zu verdanken sind, dessen Anliegen es ist, den Gegensatz zwischen „Objektivisten“ und „Konstruktivisten“ in der Katastrophenforschung zu relativieren.
Autoreninfo
Bernd Rieken, Jahrgang 1955, ist gebürtiger Ostfriese und lebt seit 1982 in Wien. Er ist Professor für Psychotherapiewissenschaft an der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien (SFU), Privatdozent für Europäische Ethnologie an der Universität Wien (Habilitation mit einer Monografie über Sturmflutkatastrophen) und freiberuflicher Analytiker sowie Lehranalytiker für Individualpsychologie. An der SFU leitet er die Abteilung für das Doktoratsstudium der Psychotherapiewissenschaft.
