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Inhalt
Management, Marketing, Leasing, Recycling - ohne derartige Wirtschaftsanglizismen ist das heutige Deutsch kaum noch denkbar. Sind diese Ausdrücke noch als "Fremdwörter" zu betrachten? In der vorliegenden Arbeit werden in einem funktional-pragmatischen Ansatz Verfahren der Integration von diesen und vielen "neueren" Wirtschaftsanglizismen in die deutsche Sprache analysiert. Es wird zunächst die Markierung ihres fremd- und fachsprachlichen Charakters bei der Einführung in der Presse (anhand des "Spiegel"-Magazins) dargestellt. Weiter wird gezeigt, wie Wirtschaftsanglizismen durch Erklären, Erläutern, Illustrieren und Definieren expliziert, d. h. wie sie den Sprechern verstehbar gemacht werden. Schließlich wird die metaphorische Verwendung solcher nicht-indigener Ausdrücke sowie ihre Integration in die Wortbildungsprozesse des Deutschen analysiert.
English summary
Autoreninfo
Oksana Kovtun, geboren 1967, studierte Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Lviv (Ukraine) und Germanistische Linguistik an der Universität Hamburg (Promotion 1997). Seit drei Jahren ist sie am Institut für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Dortmund tätig. Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Kontrastive Linguistik mit Schwerpunkt Deutsch - Ukrainisch / Russisch, Interkulturelle Kommunikation.
Pressestimmen
"Das Buch ist aus einer sprachwissenschaftlichen Dissertation entstanden. Für diesen Typ von Monographie ist es überraschend wenig umfangreich [...] Die Kürze des Textes ist, so meine ich, deshalb kein Nachteil, weil sie auf Darstellungsökonomie zurückgeht. [...] Vor allem formuliert sie klar, vermeidet Wiederholungen und beschränkt sich auf jeweils wenige Beispiele. [...] Auch wenn Oksana Kovtun, eher bescheiden, ihre Analyse selbst wenig verallgemeinert, bin ich der Auffassung, dass die beschriebenen Prozesse der Integration englischsprachiger Elemente auch bei neuen Lexemen aus anderen Sprachen auftreten. Die Arbeit von Kovtun hat daher Bedeutung über die Wirtschaftsanglizismen hinaus. [...] Es ist also wichtig, diese Wege der Erweiterung der fachsprachlichen Lexik gründlich zu untersuchen, wie es Kovtun getan hat. Ihre Analyse scheint mir sowohl für die (fachsprachliche) Textlinguistik wie auch für den fachsprachlichen Deutschunterricht von Bedeutung zu sein."
(Aus: Zielsprache Deutsch 31, 1 (2000); pp. 47-48.)
