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Inhalt
Obwohl den meisten Menschen einmal belastende Lebensereignisse wie Todesfälle, Trennungen oder der Verlust des Arbeitsplatzes widerfahren, sind solche Ereignisse nur bei einigen mit dem Auftreten einer depressiven Episode im klinischen Sinne verknüpft. Der erste Teil der vorliegenden Arbeit umreißt den derzeitigen Wissensstand zum Zusammenhang von Lebensstreß und dem Auftreten einer Depression, sowohl hinsichtlich der Differenzierung des Lebensstreßkonzeptes als auch psychobiologischer Modellvorstellungen zur Depressionsgenese. Über die verlaufsmodifizierende Wirkung von Lebensstreß ist noch wenig bekannt. Im zweiten Teil werden daher Ergebnisse einer eigenen Studie vorgestellt, die den Einfluß von Lebensstreß auch auf den weiteren Krankheitsverlauf erkennen lassen. Entsprechende therapeutische Konsequenzen sowie Implikationen für weitere Forschungen werden diskutiert.
Autoreninfo
Ferdinand Keller, geb. 1956, studierte Psychologie an der Universität Konstanz. Nach dem Diplom (1983) arbeitete er im Bereich Depression am Zentrum für Psychiatrie Weißenau und ist seit 1991 Leiter der AG Verlaufsforschung. Promotion (1990) und Habilitation (1997) an der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm. Forschungsschwerpunkte: Klinische Psychologie; Analyse von Veränderungsprozessen; Methodik.
