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Inga Niehaus

Muslime Südafrikas im Spannungsfeld zwischen politischer Beteiligung und Ausgrenzung

Partizipation einer religiösen Minderheit am Demokratisierungsprozess

2008, Religion and Society in Transition, Band 8, 368 Seiten, broschiert, 29,90 €, ISBN 978-3-8309-1993-3

Inhalt

Der politische Umbruch in Südafrika Anfang der 1990er Jahre hat die muslimische Minderheit vor die Aufgabe gestellt, ihre Rolle innerhalb der Gesellschaft und Politik neu zu definieren. Der Band analysiert die politische Partizipation muslimischer Gruppierungen im Demokratisierungsprozess. Hierbei wird ihr Engagement gegen das Apartheid-Regime, ihre Einflussnahme auf den Verhandlungsprozess und den Aufbau demokratischer Institutionen sowie ihre Teilnahme an den ersten demokratischen Wahlen erörtert. Im Vordergrund steht die Frage, welche Formen politischer Beteiligung muslimische Organisationen wählten und wie sie ihre jeweilige Position religiös und ideologisch legitimierten. Theoretisch leistet der Band einen Beitrag zum Diskurs um die Chancen und Herausforderungen der Integration von muslimischen Minderheiten in politischen Systemen, die eine Transition unterlaufen.

Autoreninfo

Inga Niehaus hat Politikwissenschaften, Islamwissenschaften und Afrikanistik an der Universität Hamburg studiert. Diese Promotionsschrift wurde 2006 am Department Sozialwissenschaften der Universität Hamburg angenommen. Seit 2006 arbeitet die Autorin in einem Forschungsprojekt an der Hamburger Universität zu muslimischen Minderheiten und ihren islamischen Schulen in Südafrika und Europa. Das Projekt ist Teil des interdisziplinären Forschungsprogramms "Muslime in Europa und ihre Herkunftsgesellschaften in Afrika und Asien", das von dem Zentrum Moderner Orient in Berlin koordiniert wird.

Pressestimmen

Ein weiterer Befund dieser umfassenden und vielschichtigen Analyse weist auf die ambivalente Rolle von Religion im Zusammenhang mit Demokratisierungsprozessen.

Zeitschrift für Politikwissenschaft vom 16.12.2008.