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Inhalt
Was ist Schülerinnen und Schülern der Berufsschule wirklich wichtig in ihrem Leben?
Antworten auf diese Frage sind den Lehrenden der Fächer Religion, Ethik und Politik nur begrenzt zugänglich. Von selbst, zumal im Unterricht, reden Jugendliche nur sehr verhalten über für sie wichtige 'Schlüsselperspektiven', die tiefer gehende Gespräche ermöglichen könnten – Gespräche über die religiösen Dimensionen, die ihrer Alltagsethik und ihren Werteprioriäten unerkannt innewohnen könnten. Die üblichen Umfragen unter Jugendlichen über die Verbreitung vorab definierter 'Religiosität' liefern dazu keine praxisnahen Einsichten.
Demgegenüber vermag diese Befragung durch einen neuen methodisch-theoretischen Ansatz umfangreich und differenziert kommunikative Anschlussstellen für einen religiösen Diskurs zu identifizieren. Sie umfasst mehr als 8.000 konfessionsgebundene, konfessionslose und muslimische Schülerinnen und Schüler aller Gliederungen des Berufsschulsystems in Deutschland.
Mit dieser Studie werden zugleich Umrisse dessen deutlich, was als verhaltensethische Spiegelungen der religiösen Dimension im Leben der gegenwärtigen Jungen Generation gelten kann.
Pressestimmen
Religionslehrer/innen sollen Schüler/innen in ihrem Alltagsleben abholen und kommunikative Anschlussstellen für einen religiösen Diskurs identifizieren. Aber wie soll das geschehen? Und welche Anschlussstellen gibt es? Dabei hilft diese mehr als 8.000 konfessionsgebundene, konfessionslose und muslimische Schülerinnen und Schüler befragende empirische Studie, die Aufschluss darüber gibt, wo und wie Religion im Alltagsleben von Berufsschüler/inne/n Orientierung gibt und von Bedeutung ist.
Thomas Bernhard auf: www. lehrerbibliothek.de vom 18.03.2008
Die Untersuchung erfüllt alle [...] hohen Maßstäbe und ist eine Glanzleistung einer Empirie, die der Sache der Religionspädagogik dienen will. [...] Für Feige/Gennerich ist zu Recht in der Religionslehrerschaft "theologische Weite" wünschenswert, will man nicht von vornherein eine Gruppe von Schüler/innen "als unerreichbar ... ausklammern" [...]Das mit bündelnden "Abschlussbetrachtungen" [...] endende vorzügliche Buch von Andreas Feige und Carsten Gennerich verdient gründliche Aufmerksamkeit, fordert realitätsgerechte kreative didaktische Fähigkeiten und lädt zu theoretischen und praktischen Rückmeldungen ein.
Karl Ernst Nipkow in: Zeitschrift für Pädagogik und Theologie. 3. 2008.
Feige und Gennerich setzen – und darin liegt ihre Stärke – mit besonderer Achtsamkeit für die Sprache bei dem an, was den rund 16- bis 21jährigen „wichtig ist in ihrem Leben" und erkunden in deren Einstellungen religionsdidaktisch und theologisch hilfreiche „Außenstellen" für das Was und Wie des Religionsunterrichts an Berufsbildenden Schulen. [...] Mit dieser religionsdidaktisch wertvollen Methode kann die Nähe oder Distanz bestimmter Schülergruppen zu Themen des Religionsunterrichts veranschlagt werden.
Michael Hainz in: Stimmen der Zeit. Bd. 227. H. 2. 2009 .
Die vorliegende Studie liefert Fachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern einen hoch differenzierten und reflektierten Zugang zu Alltagsethik, Moral und Religion/Religiosität von Schülerinnen und Schülern im berufsbildenden System. Religionslehrerinnen und -lehrer gewinnen einen Fundus an Informationen, um einen Unterricht zu planen und zu gestalten. [...] zolle ich dem vorgelegten Band meine Hochachtung.
Martina Blasberg-Kuhnke in: Diakonia 40. 2009. und in : Bibel und Liturgie 82. Jg. H. 2, 2009.
[D]as Buch [bündelt] die wesentlichen Ergebnisse in einer interessanten, übersichtlichen, theologisch und empirisch begründeten Art und Weise und gewährt nicht nur Religionslehrer(inne)n an beruflichen Schulen einen fundierten Einblick in die „Spiegelungen der religiösen Dimension im Leben der gegenwärtigen Jungen Generation".
A. Gabriel in: Jugendpastoral LD, 4. 2008.
