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Inhalt
Die Prähistorische Archäologie nimmt sich seit einigen Jahren einer neuen Fragestellung an: Frauen- und Männerrollen gelten nicht mehr als universell und ahistorisch, sondern werden als veränderlich und als Teil der jeweiligen sozialen Ordnung begriffen. Damit öffnet sich ein umfangreiches Aufgabenfeld für prähistorische Frauen- und Geschlechterforschung.
Dieser Tagungsband bietet einen vielfältigen Überblick über die aktuell diskutierten Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse von den Niederlanden über den Kaukasus bis Australien. Geschichte und theoretische Grundlagen der archäologischen Geschlechterforschung werden ebenso diskutiert wie die Rückwirkungen auf das eigene Fach und die Museumspraxis. Er vermittelt somit einen Einstieg in die prähistorische Geschlechterforschung und illustriert zugleich ihre theoretische und inhaltliche Vielfältigkeit.
Mit Beiträgen von: Alexander Gramsch, Marjorie E.Th. de Grooth, Birgit Großkopf, Sibylle Kästner, Julia Katharina Koch, Eva-Maria Mertens, Sabine Reinhold, Martina Schäfer, Maria-Christina Zingerle.
Autoreninfo
Dr. Julia Koch, Jahrgang 1970, Studium der Ur- und Frühgeschichte, Klassischen Archäologie und Anthropologie in Mainz und Kiel; Promotion 1999. Seitdem Anstellungen in Museen in Halle und Berlin, Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Institutes 2000/2001. Forschungsschwerpunkte: Metallzeiten, Forschungsgeschichte, Frauen- und Geschlechterforschung.
Diplom-Prähistorikerin Eva-Maria Mertens, Jahrgang 1963, Studium der Ur- und Frühgeschichte, Geologie, Geographie und Botanik an den Universitäten Köln, Göttingen und Kiel. Seit 1994 Projektverträge am Landesamt für Bodendenkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern und am Kulturhistorischen Museum der Hansestadt Stralsund. Forschungsschwerpunkte: Steinzeit, Forschungsgeschichte, Frauen- und Geschlechterforschung.
Pressestimmen
Das vielfältige Spektrum an Beiträgen macht das Buch für ein breites Publikum interessant und ist ein weiterer Schritt, Dogmen genormter Geschlechterrollen als Interpretationsmuster für die Vergangenheit und als vermeintliche Realität der Gegenwart zu durchbrechen.
Doreen Mölders in: Archäologie in Deutschland. H. 1/2007. S. 76.
