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Waltraud Timmermann

Tempusverwendung in chinesisch-deutscher Lernersprache

Eine Analyse auf sprachenvergleichender Basis

2005, Mehrsprachigkeit, Band 16, 304 Seiten, broschiert, 29,90 €, ISBN 978-3-8309-1485-3

Inhalt

Die Tempusformen stellen ein komplexes Problem im Fremdsprachenerwerb dar. Dies gilt vermutlich besonders für Lerner, deren Muttersprache keine Verbmorphologie mit temporaldeiktischer Funktion kennt. So finden sich in der mündlichen Interimsprache selbst fortgeschrittener chinesischer Deutschlerner noch Abweichungen von der zielsprachlichen Tempusverwendung, die, so die These, von muttersprachlichen Konzepten beeinflusst sind.

Die Untersuchung kontrastiert zunächst die Funktion der deutschen Tempora mit der aspektuellen Verbmorphologie des Chinesischen und zeichnet die daraus erwachsenden Konsequenzen für den Aufbau temporaler Strukturen anhand deutscher und chinesischer biografischer Diskursbeispiele nach. Vor diesem Hintergrund wird danach in den Lernersprachenanalysen gezeigt, wie Konzepte der Muttersprache in die lernersprachliche Tempusverwendung übertragen werden.

Aus den Analyseergebnissen leitet die Verfasserin abschließend didaktische Konsequenzen für die Behandlung des Tempus im Unterricht allgemein und für chinesische Lerner im Besonderen ab. Die Untersuchung wird durch einen Anhang mit verschriftlichten Lerner-Interviews ergänzt.

English summary

Autoreninfo

Waltraud Timmermann war von 1986 bis 1988 an der Universität Nanjing sowie von 1992 bis 1996 an der Peking-Universität als DAAD-Lektorin tätig.

Pressestimmen

Die Studie liefert nicht nur einen guten Einblick in die Tempusverwendung chinesischer Deutschlernender, sondern eruiert auch Ursachen für vorhandene Defizite und thematisiert didaktische Konsequenzen für die Behandlung des deutschen Tempussystems im DaF-Unterricht.

Susanne Günther in: Germanistik. Band 47, Heft 3-4. S. 576.


ansprechende analytische Leistung [...] mit ihrer Arbeit [leistet die Vfn.] einen äußerst wichtigen Beitrag für den Bereich Deutsch als Fremdsprache, vor allem durch die Analyse von Abweichungen in der Fremdsprache unter Einbeziehung muttersprachlicher Aspekte bei Lernenden und durch kontrastive Sprachbetrachtungen.

Angelika Gärtner in: Deutsch als Fremdsprache. H.2. 2007.