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Mechthild Hauff

Falle Nationalstaat

Die Fiktion des homogenen Nationalstaates und ihre Auswirkungen auf den Umgang mit Minderheiten in Schule und Erziehungswissenschaft

1992, Internationale Hochschulschriften, Band 62, 220 Seiten, broschiert, 19,50 €, ISBN 978-3-89325-126-1

Inhalt

In Zeiten, in denen der Rassismus immer deutlicher ausgelebt wird und Angriffe aus das Leben von Menschen anderer Nationalität und Hautfarbe vielfach schon als "normale Reaktion" auf deren Anwesenheit angesehen werden, versucht dieses Buch Beziehungen herzustellen zwischen der Vielzahl von sozialwissenschaftlichen Erklärungsansätzen diskriminierenden und rassistischen Verhaltens. Als zentrales Erklärungsmoment kristallisiert sich dabei der Nationalstaat mit seiner (ethnischen) Homogenitätsfiktion heraus. Der Nationalstaat liefert die Normen, auf deren Basis Ausgrenzung von Minderheiten erfolgt und die Verschiebung von Konflikten im Sinne des "Sündenbock-Mechanismus" möglich wird. Daher scheint die Minderung von Diskriminierung und Rassismus zukünftig nur durch einen umfassenden Wandel in der Gesellschaft unter Einbeziehung der Sozialisationsinstanz Schule möglich, um der "Falle Nationalstaat" zu entgehen.